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Autoflut auf Fahrradstraße: Baustelle führt zu Chaos auf Goethestraße

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Von: Katja Rudolph

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Auf der Einmüdnunge Olgastraße/Goethestraße in Höhe des Rudolphsplatzes sind viele Autos unterwegs. Auch im weiteren Verlauf der Fahrradstraße - im Hintergrund der Blick auf den Herkules - müssen Fahrradfahrer sich derzeit in den Kfz-Verkehr einordnen.
Mehr Autos als Radfahrer: Besonders im Bereich des Rudolphsplatzes kommt es mitunter zu unübersichtlichen Verkehrssituationen durch die vielen Autofahrer, die auf die Goethestraße ausweichen. © Katja Rudolph

Die Baustelle auf der Friedrich-Ebert-Straße führt dazu, dass Radfahrer auf der Goethestraße in Bedrängnis kommen. Viele Autofahrer nutzen die Goethestraße als Schleichweg - aber das ist eigentlich nicht erlaubt.

Vorderer Westen – Wer derzeit morgens auf der Goethestraße unterwegs ist, würde nicht auf die Idee kommen, dass es sich dabei um eine Fahrradstraße handelt: Ein Auto nach dem anderen wälzt sich im Berufsverkehr durch die Straße, dazwischen die regulären Busse der Linie 13, Ersatzbusse für die Straßenbahn und vereinzelt auch Baufahrzeuge. Fahrradfahrer haben mitunter ihre liebe Not, nicht unter die Räder zu kommen.

Grund für den vielen Verkehr zu den Stoßzeiten morgens und auch am Nachmittag ist die Vollsperrung der Friedrich-Ebert-Straße aufgrund der Baustelle zwischen Friedenskirche und Annastraße. Obwohl die offiziellen Umleitungen für den Kfz-Verkehr über die Breitscheidstraße/Kölnische Straße beziehungsweise Goethestraße (außerhalb der Fahrradstraße)/Germaniastraße/Wilhelmshöher Allee erfolgen, nutzen viele Autofahrer die Fahrradstraße als Schleichweg. Betroffen ist vor allem der Bereich zwischen Rudolphsplatz und Kirchweg.

Extrem unübersichtlich ist die Situation insbesondere im Bereich des Rudolphsplatzes. Dort kommt von oben aus der Olgastraße der Verkehr von der Friedenskirche und fährt überwiegend die Schleife in Richtung Germaniastraße/Goethestraße. Fahrradfahrer hingegen wollen an dieser Stelle weiter geradeaus auf den Goetheboulevard fahren. Wenn dann von allen Seiten Fahrzeuge kommen, wird es schwierig und mitunter auch gefährlich.

Die Stadt Kassel weist auf Anfrage der HNA darauf hin, dass man explizit eine beschilderte Umleitung über die Goethestraße vermieden habe, um das Verkehrsaufkommen dort nicht noch weiter zu erhöhen. „Kraftfahrzeugführer, die die Fahrradstraße als Umleitung benutzen, verhalten sich verkehrswidrig“, teilte ein Stadtsprecher mit.

Denn eigentlich ist auf der Goethestraße, die seit vergangenem Spätsommer als Fahrradstraße freigegeben ist, nur noch Kfz-Verkehr von Anliegern erlaubt. Laut Straßenverkehrsordnung haben Radfahrer dort Vorrang, Autos müssen ihre Geschwindigkeit anpassen. Doch diese Regeln scheinen aktuell außer Kraft zu sein, wenn man sich das Geschehen auf der Goethestraße anschaut. Beschwerden oder gar Unfallmeldungen liegen nach Angaben der Stadt bisher aber nicht vor. Gleichwohl müsse angesichts des erhöhten Verkehrsaufkommens „mit erhöhter Vorsicht gefahren werden und es ist in besonderem Maß Rücksicht zu nehmen“, heißt es aus dem Rathaus.

Noch bis voraussichtlich 21. Mai wird die Sperrung auf der Friedrich-Ebert-Straße bestehen bleiben. In gut drei Wochen gibt es für Radfahrer auf der Goethestraße also Hoffnung auf Entspannung. (Katja Rudolph)

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