Sanierung des zweiten Bauabschnitts der Wilhelmshöher Allee

Bauarbeiten auf der Wilhelmshöher Allee in Kassel auch nachts

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Arbeiten auf der Wilhelmshöher Allee: Das Gleisbett wird nach und nach für das Aufbringen des Rollrasens vorbereitet. Die vorhandene Grasnabe wird abgetragen. Anders als im ersten Bauabschnitt wird keine automatische Bewässerungsanlage eingebaut. 

Kassel. Die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts auf und an der Wilhelmshöher Allee sind gestartet. Die Allee ist streckenweise in beiden Richtungen nur einspurig befahrbar.

Um Platz für Baufahrzeuge, Bauarbeiter sowie Baumaterial zu schaffen, wurde auf dem Abschnitt zwischen Kirchweg und Bahnhof Wilhelmshöhe streckenweise die an der Tramlinie liegende Fahrbahn abgesperrt. Die Allee ist hier in beiden Richtungen nur einspurig befahrbar. In der Nacht zum Mittwoch waren Bauarbeiter der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) mit schwerem Gerät damit beschäftigt, die Gleisbetten für die Bepflanzung mit Rollrasen vorzubereiten. 

Dafür müssen die vorhandene Grasnarbe und Erdschichten abgetragen werden. Gleichzeitig wechselt die KVG veraltete Gleis-Spannklemmen aus. Die nächtlichen Arbeiten seien notwendig, weil alles bei laufendem Betrieb geschehe. KVG-Sprecher Ingo Pijanka: Nachts sei weniger Verkehr, die Arbeiten würden weniger gestört. Auch in nächster Zeit werde nachts gearbeitet. 

Das Ergebnis des ersten Bauabschnitts von der Torwache bis zum Rathenauplatz hatte im documenta-Sommer vergangenes Jahr viele Menschen begeistert: Das bewässerte Rasengleis erstreckt sich wie ein hellgrünes Band in der Mitte der Allee in Richtung Herkules. Gesäumt wird es links und rechts von schnurgeraden niedrigen Hainbuchenhecken. So soll auch der zweite Abschnitt demnächst aussehen. Einziger Unterschied: Da die KVG dieses Mal keine Gleise erneuert, könne man nicht in die Tiefe gehen und somit keine unterirdische Bewässerungsanlage einbauen, erklärt Stadtplanerin Marion Fischer-Ebel. 

Bewässert werde der Rasen später konventionell von oben. Insgesamt kommen für die Verschönerung 10 300 Hainbuchen-Pflanzen in die Erde. „Wir müssen uns ranhalten und bald die Gräben ausheben, denn die Pflanzsaison geht zu Ende“, so Fischer-Ebel. Der Allee-Charakter soll vor allem durch die Pflanzung zusätzlicher Bäume am Straßenrand herausgestellt werden. Wenn alle Pflanzungen Ende 2018 abgeschlossen sind, gibt es an der Prachtstraße 157 zusätzliche Linden, zudem größere Baumscheiben. 

Einige marode Bäume wie die über 30 Meter hohe Robinie an der Ecke Oetkerstraße wurden bereits gefällt. Nach Abschluss der Arbeiten wird es an der Allee 34 weniger, also 618 Autostellplätze, geben. Aus Programmen von Bund und Land, mit denen Weltkulturstätten gefördert werden, stehen für das Projekt 1,9 Mio. Euro zur Verfügung. Außerdem steuert die Stadt Kassel 200 000 Euro bei. Noch in diesem Jahr, so die Fördervorgaben, muss die Sanierung der Wilhelmshöher Allee abgeschlossen sein.

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