Der bundesweite Tag der Städtebauförderung wurde in Kassel mit Baustellenbesichtigungen gefeiert

Zufrieden über Baufortschritt: Wilhelmshöher Allee in Kassel aufgewertet 

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Zufrieden über den Baufortschritt: Beim Ortstermin auf die Baustelle Wilhelmshöher Allee dabei waren (von links) Marion Fischer-Ebel und Volker Mohr vom Stadtplanungsamt, Stadtbaurat Christof Nolda, Ludger Röken und Alexander Siebert vom Umwelt- und Gartenamt sowie SPD-Bundestagsabgeordneter Timon Gremmels mit Anwohnern und interessierten Bürgern.

Kassel. Grund um den Bundesweiten Tag der Städtebauförderung zu feiern hatte Kassel. Sie zählt zehn Standorte der Städtebauförderung mit einer Fläche von mehr als 1000 Hektar. 

113 Millionen Euro werden verbaut (wir berichteten). Stadtbaurat Christof Nolda hatte aus diesem Grund dazu eingeladen, diverse Bauprojekte gemeinsam in Augenschein zu nehmen und vor Ort darüber zu diskutieren: von der gestalterischen Aufwertung der Wilhelmshöher Allee über die Soziale Stadt Forstfeld und Waldau bis zum Stadtumbau Unterneustadt und Bettenhausen.

Den Auftakt machte am Samstagvormittag die Besichtigung der Baustelle Wilhelmshöher Allee. Und die zeigte sich bei strahlendem Sonnenschein von ihrer allerbesten Seite. Alexander Siebert vom Umwelt- und Gartenamt wies darauf hin, dass zum aktuellen Zeitpunkt der Baufortschritt einen Vorher-Nachher-Effekt besonders gut zeige und die Möglichkeit biete, sowohl fertiggestellte als auch in der Umsetzung befindliche Maßnahmen in direkter Nachbarschaft zu begutachten.

Während sich der kleine Tross um Christof Nolda, bestehend aus Stadtplanern und anderen Experten sowie Anwohnern und interessierten Bürgern am Treffpunkt Wilhelmshöher Allee/Ecke Berlepschstraße über Rollrasen, Baumscheiben und Stadtmöblierung informierte, konnte man auf der anderen Straßenseite Arbeiter sehen, die damit beschäftigt waren, einige der 3000 Hainbuchenpflanzen in die Erde zu bringen. 

Mit den 7380 Pflanzen, die bereits vergangenes Jahr, im ersten Bauabschnitt vom Brüder-Grimm-Patz bis zum Rathenausplatz gepflanzt worden waren, und in Kombination mit dem Rasengleis bilden sie später das schnurgerade grüne Band, das von der Stadt nach Wilhelmshöhe führt. Anders als bei vielen anderen interessanten baulichen Projekten in der Stadt mache die Wilhelmshöher Allee, die jetzt herausgeputzt werde, „deutlich eine gut und wichtige Figur in der Stadt“, schwärmte die zuständige Planerin Marion Fischer-Ebel. Sie strich hervor, dass die Allee quasi eine Verlängerung des Welterbes in die Stadt hinein darstelle. „Mit der Welterbebewerbung hat alles angefangen.“

Gefallen an der derzeit streckenweise einspurigen Wilhelmshöher Allee im zweiten Bauabschnitt, äußerte ein Anwohner und formulierte eine „visionär gesponnene“ Frage: „Könnte man das nicht so belassen und die zweite Spur zu einem Fahrradweg umbauen?“ Von den Stadtplanern erntete er ein verneinendes Kopfschütteln.

Dagegen argumentierte die Stadtteilbewohnerin Ulrike Bischoff: „Die Autos stauen sich hier jetzt schon und das stört die Anwohner.“ Sie fragte im Gegenzug nach dem Material, aus dem die künftigen Bänke sein werden (Douglasien) und was genau in die Baumscheiben der Linden kommt. „Spezialsubstrat mit besonderer Fähigkeit, Wasser zu speichern“, antwortete Siebert.

Für die Verschönerung der Allee stehen aus Programmen von Bund und Land, mit denen Weltkulturstätten gefördert werden, 1,9 Mio. Euro zur Verfügung. Die Stadt steuert 200 000 Euro bei. In diesem Jahr, so die Fördervorgaben, muss die Sanierung abgeschlossen sein.

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