Messe in der Stadthalle

Alles zur Connichi in Kassel: Die besten Kostüme in Fotos und Video

Kassel. Knallbunte Kostüme, skurrile Frisuren und ganz viel Schminke – am Wochenende findet zum 16. Mal die Manga-Messe Connichi statt. 

Aktualisiert am 22.09., 23 Uhr - Schon vor der Eröffnung hatten sich ein paar hundert Connichi-Besucher vor der Kasseler Stadthalle versammelt - 14 Uhr am Freitag ging es offiziell los.

Connichi 2017: Fotos vom ersten Tag

Wie in den vergangenen Jahren werden die Kasseler Stadthalle im Vorderen Westen und der Garten am Kongress Palais zum Laufsteg für tausende Comic-Fans und Cosplayer.

Was ist eigentlich ein Cosplayer?

Der Begriff Cosplay kommt aus dem Japanischen und bezeichnet extrem datailverliebte und aufwendige Kostümierungen in Anlehnung an Comic- und Computerspielfiguren. Die verkleideten Cosplayer gehören zur Connichi, wie langhaarige Lederkuttenträger zu einem Heavy-Metal-Festival. Beim Schaulaufen vorm Kongress Palais geht es ums Sehen und Gesehenwerden. Wollen Sie noch mehr zur Connichi, Animes und Mangas wissen? Hier finden Sie unser A bis Z zur Messe.

Stimmiges Team (v. li.): Jill aus Düsseldorf als Assassin (selbstkreiertes Kostüm), Maurice aus Datteln als Pokémon Regice, Sebastian aus Duisburg als Link aus dem Videospiel Zelda, David aus Gelsenkirchen als Tanya Degurechaff aus der Trickserie Youjo Senki und Sabrina aus Leverkusen als Prinzessin Zelda.

Wie viele Besucher kommen zur Connichi?

Im vergangenen Jahr knackte die Messe ihren Besucherrekord von 26.000.

Was steht auf dem Programm der Connichi?

Neben Workshops und Wettbewerben für die Cosplayer stellen Aussteller Sammlerstücke vor, es gibt Auftritte verschiedener Showacts der Szene, Konzerte sowie ein japanisches Straßenfest. Mehr Informationen zum Programm findet ihr auf Kassel-Live oder Connichi.de.

Gibt es noch Tickets für die Connichi?

Der Ticketvorverkauf war bereits im August zu Ende. Tagestickets für Freitag und Sonntag (je 35 Euro) sowie Samstag (45 Euro) gibt es vor Ort.

Wie ist die Verkehrssituation rund um die Stadthalle?

Im Quartier wird’s voll. Parkplätze rund um die Stadthalle sind Mangelware. Entspannter ist die Anreise mit den Öffentlichen. Die Taktung der Tram-Linie 4 wird zu den Hauptschlagzeiten zwischen Bahnhof Wilhelmshöhe und Königsplatz erhöht.

3 Gründe, warum wir uns auf die Connichi freuen

Einmal im Jahr wird Kassel zur Manga-Hochburg Deutschlands. Tausende Fans der kultigen japanischen Comics, dazugehörigen Videospielen, von Superhelden, mystischen Wesen und allem, was bunt und schrill ist, pilgern nach Kassel und bevölkern für ein Wochenende das Quartier um die Stadthalle im Vorderen Westen. Drei Gründe, warum wir uns auf die Connichi freuen:

1.  Weil die Connichi internationales, künstlerisches Flair nach Kassel bringt: Die documenta ist gerade zu Ende gegangen. Bei wem nun der frühherbstliche Kulturblues einsetzt, der bekommt am Wochenende die Gelegenheit – wenn auch in einer gänzlich anderen Ausprägung –, nochmal in eine andere, eine bunte und schrille Welt einzutauchen. 

Die zigtausend Cosplayer aus ganz Deutschland und dem Ausland verwandeln vor allem den Garten am Kongress Palais in einen Laufsteg der Kuriositäten und lassen mit ihren detailverliebten und aufwendigen Kostümen jeden Karnevalsumzug wie einen Kindergeburtstag aussehen. Auch dadurch gewinnt Kassels Kulturszene im September an Qualität – bevor dann wirklich der Herbst kommt.

2. Weil die Messe von der Freude an der Verkleidung und der friedlichen Atmosphäre lebt: Pardon für den erneuten documenta-Bezug, aber wer mit der 14. Ausgabe der Weltkunstausstellung wenig anfangen konnte, womöglich weil sie thematisch zu düster, zu niederschmetternd war oder die Art der Kunstpräsentation zu pädagogisch daher kam, der könnte bei der Connichi genau richtig sein.

2016 auch bei der Connichi dabei: Die Kasselerin Sonja Esenacher als Grüner Kobold.

Denn die Manga-Messe funktioniert ohne doppelten Boden und ohne erhobenen Zeigefinger. Jeder Besucher, egal ob verkleidet oder nicht, ist willkommen und kann genauso sein und aussehen, wie er möchte. Gerade diese Toleranz macht die freundliche und friedliche Atmosphäre unter den Cosplayern und dem gesamten Publikum der Connichi aus.

3. Weil wir endlich ohne schlechtes Gewissen gaffen dürfen: „Schau dir den mal an. Schau mal, wie der aussieht. Aber nicht so auffällig, der guckt schon zurück.“ Wer kennt das nicht – verrückt verkleidete Menschen in der Straßenbahn oder auf der Einkaufsmeile. Im Einzelfall traut man sich dann aber eben doch nicht so recht, sie anzustarren oder zu fotografieren. Und das zurecht, weil unhöflich. 

Bei der Connichi ist das hingegen kein Problem. Die Cosplayer wollen nämlich gesehen und auch fotografiert werden. Deshalb ist die Connichi so ziemlich die einzige Gelegenheit, bei der man nach Herzenslust und ohne schlechtes Gewissen gaffen darf.

Bilder und Videos finden Sie am Wochenende auf HNA.de.

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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