Manga- und Anime-Messe

Haarspray, Karaoke, Nudelsuppe - das ist die Connichi von A bis Z

Dunkelelfe: Laura aus Mainz hat Charakter und Kostüm selbst entworfen.

Kassel. Elfen, Hexen und Superhelden bevölkern seit gestern wieder den Vorderen Westen. Die 16. Ausgabe der Connichi bringt allerlei quietschbunte Skurrilitäten in den Stadtteil. Wir erklären die Messe von A bis Z.

A wie Anime: Anime sind in Japan produzierte Zeichentrickfilme. A wie Alles zur aktuellen Connichi wie Fotos und Videos gibt es übrigens hier.

B wie Brettspiele: Brett- und auch Kartenspiele werden bei der Connichi über das gesamte Wochenende gespielt. Die Besucher bringen auch selbst erfundene Spiele mit.

C wie Cosplay: Beschreibt extrem detailverliebte und aufwendige Kostümierungen. Das Cosplay ist die Essenz der Connichi.

D wie Durchhaltevermögen: Brauchen die Cosplayer nicht nur auf der dreitägigen Messe, bei der sie ihre opulenten, aber meist unbequemen Kostüme tragen. Nicht selten arbeiten die Manga-Fans mehrere Monate oder sogar Jahre an einem Outfit.

E wie ehrenamtlich: Der 2000 gegründete Verein Animexx mit Sitz in München richtet die Connichi ehrenamtlich aus.

F wie Frisuren: Kennen bei den Connichi-Besuchern keine Schwerkraft. Mit Unmengen Haarspray werden Haare zu wind- und wetterbeständigen Zacken und Türmen geformt.

G wie Garten: Der Garten am Kongress Palais ist der Laufsteg der Cosplayer und das Herzstück der Connichi.

Blechhelm: Anna aus Stuttgart als Bösewicht Simone aus dem Videospiel Nier Automata.

H wie Haarspray: Vermutlich gibt es nichts Wichtigeres im Gepäck eines Cosplayers als Haarspray, um die aufwendigen Frisuren in Form zu bringen (siehe F).

I wie Individualität: Eine Besucherin sagte bei der Eröffnung: „An diesen drei Tagen spielen weder Geschlecht noch Herkunft eine Rolle, jeder kann so sein, wie er ist.“

J wie Japan: Vieles, was es auf der Connichi zu sehen gibt - die Kostüme, Showacts, Rituale und Speisen - stammt aus der japanischen Anime- und Mangakultur.

K wie Karaoke: Ein absoluter Klassiker auf der Connichi. Freitags und samstags gibt es ab jeweils 17 Uhr Wettbewerbe.

L wie Ludwigshafen: Dort fand 2002 die erste Connichi statt. Im Folgejahr zog die Messe nach Kassel in die Stadthalle um.

M wie Manga: Mangas sind japanische Comics.

N wie Nudelschlürfen: Ist einer der beliebtesten Wettbewerbe bei der Connichi. Wer ist der Schnellste im Schlürfen der japanischen Ramen-Suppen (siehe R)?

David aus Hermeshausen als Figur aus dem Anime Dog Days.

O wie OC: Eine unter Cosplayern gängige Abkürzung, die für „Own Character“, also eigener Charakter, steht. OC-Kostüme sind selbst ausgedachte Figuren, die nicht auf einem Charakter aus einem Comic, Film oder Videospiel basieren und stellen die Königsdisziplin unter Cosplayern dar.

P wie Perücken: Ein unentbehrliches Utensil für Cosplayer. Bei der Connichi gibt es für Kurzentschlossene sogar einen Perückenstand.

Q wie Quiz: Otaku ist ein Quiz für die Connichi-Besucher. Wer hat das größte Anime- und Manga-Fachwissen?

R wie Ramen: Japanische Nudeln, die vornehmlich als Suppe serviert werden.

S wie Synchronsprecher: Sind die Popstars der Connichi. Die Fans fiebern jedes Jahr den Treffen mit den Stimmen ihrer Ikonen entgegen.

T wie Trading Card Game: Sammelkarten zum Spielen und Tauschen sind das Ding unter den Connichis. Es gibt sie zu beinahe allen Anime- und Manga-Serien.

Machte vor der Stadthalle auf sich aufmerksam: Thorsten aus Frankfurt am Main als Angemon aus der Trickserie Digimon.

U wie Urlaub: „In andere Charaktere zu schlüpfen, ist wie Urlaub von sich selbst nehmen“, sagte 2013 der damals 23-jährige Kasseler Marvin Thienelt über den Geist der Veranstaltung.

V wie Videospiele: In der Stadthalle gibt es einen Gamesroom. Hier können die Besucher auf sieben Bildschirmen „Super Mario“ und andere Videospiele spielen.

W wie Workshops: Gibt es bei der Connichi insgesamt 31, die so ziemlich alle Interessensgebiete der Cosplayer abdecken.

X wie Satz mit x ...

Y wie Yu-Gi-Oh: Jugi-was? Yu-Gi-Oh! Das ist so eines dieser Trading Card Games (siehe T) und nebenbei einer der erfolgreichsten Animes.

Z wie Zubehör: Ein guter Cosplayer braucht: Haarnetz, Spiegel, Schminke, Nadel, Faden, Kontaktlinsen, Perücke und ganz viel Zeit.

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