Arbeiten sind vorangegangen

Die Ersten sind ins Martini-Quartier eingezogen

Das Martini-Quartier von oben.
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Martini-Quartier: Auf dem Areal an der Kölnischen Straße hat sich in den vergangenen Monaten viel getan. Die letzten Bauprojekte sollen noch in diesem Jahr starten.

Während zuletzt vieles coronabedingt stillstand, ging es mit den Bauarbeiten auf dem Areal des Martini-Quartiers im Vorderen Westen beständig voran.

Kassel - Hier sind in den vergangenen Monaten weitere neue Wohnkomplexe hochgezogen worden „Wir sind relativ gut weiter gekommen“, sagt Michael Linker von der MQ-Projektentwicklungs GmbH: „Mit Verzögerungen rechnen wir nicht.“

In Häusern an der Hardenbergstraße und Emerichstraße – hier vor allem im Gebäude der Bauherrengemeinschaft – sind schon die ersten Wohnungen bezogen worden. Es wird immer belebter auf dem 15 000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Martini-Brauerei an der Kölnische Straße.

Noch prägen Bauarbeiter das Bild: In den vergangenen Monaten ist ein großer Wohnhauskomplex an der Kölnischen Straße neu entstanden. Die Variowohnen Kassel GmbH stellt hier 41 Wohnungen vor allem für Studenten fertig. Das neun Millionen Euro teure Bauprojekt wird von Land und Bund mit 5,4 Millionen Euro gefördert.

Das Besondere sind die variablen Nutzungsmöglichkeiten. Alle Wohnungen sind so konzipiert, dass sie nach den Studenten auch als barrierefreie Seniorenwohnungen oder für sozial schwache Familien genutzt werden können. Noch in diesem Jahr sollen hier die ersten Apartments bezogen werden. Insgesamt bauen auf dem Gelände des Martini-Quartiers neun verschiedene Bauherren – von der Genossenschaft über soziale Träger bis hin zur Wohnungsbaugesellschaft – 240 neue Wohnungen.

Dazu kommen 3000 Quadratmeter für Gewerbe und Gemeinschaftsflächen. Im Zentrum des Geländes bleibt das ehemalige Sudhaus der Brauerei als backsteinernes Baudenkmal erhalten. Hier werden vorwiegend Büros einziehen.

Generell wird sich dem historischen Erbe mit Sorgfalt gewidmet: Neben dem alten Sudhaus als zentrales Bauwerk wird einem weiteren Charakteristikum des Areals Rechnung getragen: Ein Teil der von der Brauerei genutzten historischen Eiskeller – einige mussten aus statischen Gründen verfüllt werden – bleibt zugänglich.

Die Eingänge, die zum Teil unter der neuen Bebauung – vor allem im Bereich des genossenschaftlichen Wohnprojekts Martinique liegen, sind aufwendig gesichert worden. Das genossenschaftliche Wohnprojekt ist dadurch etwas in Verzug geraten. Es befindet sich im Rohbau, die Innenausbauarbeiten laufen.

Insgesamt rund 75 Prozent des Geländes sind bis jetzt bebaut, schätzt Architekt Michael Linker. Lediglich zwei Baufelder sind noch im Bereich Kölnische Straße/Uhlandstraße frei. Hier entsteht demnächst unter anderem geförderter Wohnungsbau: Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt will noch in diesem Jahr mit dem Bauen beginnen.

Für den Lückenschluss an der Uhlandstraße sorgt eine Kasseler Stiftung, die hier ebenfalls Mietwohnungen bauen will. (Christina Hein)

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