Päckchen stand an der Friedrich-ebert-Straße

Blumenstrauß auf Abwegen: Stadtreiniger bringen in Kassel verlorenes Geburtstagsgeschenk

Hat den langen Weg gut überstanden: Den fehlgeleiten Blumenstrauß brachten die Stadtreiniger.
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Hat den langen Weg gut überstanden: Den fehlgeleiten Blumenstrauß brachten die Stadtreiniger.

Zwei Mitarbeiter der Stadtreiniger haben in Kassel ein verlorenes Paket gefunden. Darin war ein Geburtstagsgeschenk, das sie der Jubilarin dann persönlich gebracht haben.

Schon öfter hat Stephanie Jensen zu ihrem Geburtstag von ihrer Schwester, die in Koblenz wohnt, einen Blumenstrauß per Post geschenkt bekommen – so auch in diesem Jahr. Den Versandinformationen zufolge soll das Paket zugestellt werden, doch es kommt nicht „Etwas enttäuscht war ich schon“, sagt Stephanie Jensen. Sie denkt: Wie wird der Strauß bei den warmen Temperaturen wohl aussehen, wenn das Paket erst einen Tag später kommt?

Am nächsten Morgen klingelt es an der Haustür. In der Erwartung des ersehnten Paketes öffnet Stephanie Jensen. Zu ihrer Überraschung steht dort aber nicht der Postbote; dort stehen zwei Mitarbeiter der Stadtreiniger – mit ihrem Paket.

Bringen jetzt die Stadtreiniger die Post? Nein, normalerweise nicht, nur in ganz seltenen Ausnahmefällen wie dem von Stephanie Jensen. „Die beiden haben erzählt, dass sie mein Paket einsam und verlassen an der Friedrich-Ebert-Straße haben stehen sehen“, sagt die jetzt 53-Jährige. Von Jensens Wohnung ist das ein ganzes Stück entfernt. „Nachdem die beiden Mitarbeiter sicher waren, dass es sich hier nicht um eine weggeworfene Pappschachtel handelt, sondern um ein fehlgeleitetes Paket, haben sie es sich nicht nehmen lassen, direkt zu mir nach Hause zu fahren, um es mir persönlich zu übergeben“, sagt Jensen. Glückwünsche zum Geburtstag habe es sogar auch noch gegeben. Und das Beste: Der Blumenstrauß war trotz des langen Wegs nahezu unversehrt.

Jensen vermutet, dass das Paket vielleicht versehentlich beim Umladen vergessen worden ist. Sie ist noch immer ganz gerührt von der außergewöhnlichen Aktion der beiden Mitarbeiter. „Das ist absolut nicht selbstverständlich“, sagt sie. (kme)

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