Er begeisterte Millionen im TV

Feuer-Artist aus Dieter Bohlens "Supertalent" steht in Kassel auf der Bühne 

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Meister der Flammen: In der RTL-Show „Das Supertalent 2017“ begeisterte Hubertus Wawra am vergangenen Samstag ein Millionenpublikum sowie die Jury um Dieter Bohlen, die den Feuer-Artisten eine Runde weiter schickten.

Kassel. Hubertus Wawra aus der RTL-Show „Das Supertalent 2017“ steht im Kasseler Varieté Palais Hopp auf der Bühne. In Kassel begann auch seine Karriere - in der Manege des Zirkus Flic Flac.

Dass der 43-jährige Feuer-Artist und Comedian für seine Bühnenkunst im Wortsinne brennt, konnte am Samstag ein Millionenpublikum im TV verfolgen: In der RTL-Show „Das Supertalent 2017“ faszinierte Wawra alias „Master of Hellfire“ auch die Juroren Dieter Bohlen, Bruce Darnell und Nazan Eckes so sehr mit seinen feurigen Tricks, dass er mit einem dreifachen „Ja“ in die nächste Runde geschickt wurde.

Wer nicht bis zum nächsten Sendetermin warten will, kann den Feuer-Performer im aktuellen Programm des Kasseler Varietés Palais Hopp erleben. Noch bis Ende Oktober läuft dort die Show „Rock Fire Magic“, in der Hubertus Wawra mitwirkt. „Auf der Bühne in Kassel zeige ich viel mehr als bei Bohlen, wo ja nur sechs Minuten Zeit war“, sagte der Künstler, der die Faszination des Feuers mit allerlei Gags und Comedy-Elementen kombiniert. In den Varieté-Räumen an der Goethestraße sei auch „alles viel privater“ als auf der großen TV-Bühne.

„Ich habe mich bestimmt tausendmal verbrannt" 

Dort hatte es schon ziemlich gefährlich ausgesehen, als Wawra seinen Flammenwerfer zündete. In Kassel habe er noch „viel, viel größere“ Gerätschaften dabei, verriet er im Gespräch mit der HNA. Sollte man sich im Palais Hopp also nicht in die vorderen Reihen setzen?

„Wegen des Feuers muss man sich da weniger Gedanken machen“, meint Wawra, der sich „in erster Linie als Komiker“ versteht. Und da müsse der eine oder die andere schon damit rechnen, von der Bühne aus vielleicht angesprochen zu werden. „Ich mache auch Musik, ich erzähle geschmacklose Witze, ich bin der Arsch in Action auf der Bühne – Hauptsache, das Publikum hat seinen Spaß“, sagte der Entertainer. Genau diese lockere Vielseitigkeit hatte auch der „Supertalent“-Jury gefallen.

Aber das Feuer, die riskant wirkenden Flammentricks? „Für mich ist das schon nebensächlich geworden, das lernt man“, erzählt Wawra: „Ich habe mich bestimmt tausendmal verbrannt.“ Bevor er auf die Bühne gehe, seien im Hintergrund alle erdenklichen Sicherheitsroutinen geklärt worden, was auch Vorschrift sei, um mit so einem Konzept auftreten zu dürfen. Wawra: „Wenn ich dann draußen bin, ist das Feuer für mich nicht mehr als ein Requisit.“

Bühnen-Premiere beim Zirkus Flic Flac

Der gelernte Hotelfachmann war nach der Ausbildung nach London gegangen, wo er eine Zirkusschule besuchte. Später qualifizierte er sich noch zum Pyrotechniker, während er parallel Shownummern entwickelte.

Wo er zum ersten Mal mit Mikrofon vor einem großen Publikum auf der Bühne stand, weiß Hubertus Wawra noch genau: in Kassel, im Zirkus Flic Flac, vor 15 Jahren. Aus seinem Thüringer Heimatort war er angereist, um die Show zu sehen. 

„Rein zufällig“, so Wawra, kam er mit Flic Flac-Direktor Benno Kastein ins Gespräch. Der lud den Thüringer ein, seine Tricks nach der Show vor Artisten in der Manege zu zeigen. Am nächsten Abend stand er dort bereits vor Publikum – der Beginn einer langen Zusammenarbeit. Auch beim kommenden Flic Flac-Festival der besten Artisten wird der heiße Typ im Zelt auf dem Friedrichsplatz zu sehen sein.

Im Palais Hopp noch bis zum 29. Oktober zu sehen 

In der Show „Rock Fire Magic“ im Palais Hopp in Kassel (Goethestraße 29-31) ist Hubertus Wawra alias „Master of Hellfire“ noch bis zum 29. Oktober zu sehen. Die Vorstellungen sind donnerstags bis samstags um 20 Uhr sowie sonntags um 17 Uhr. Einlass jeweils 90 Minuten vorher, Karten kosten 30,50 bis 35,50 Euro. 

Weitere Informationen auf der Webseite des Palais Hopp

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