Arbeiten starten am 17. August

Umbau der Goethestraße zur Fahrradstraße beginnt

Visualisierung zeigt den geplanten Umbau der Goethestraße zur Fahrradstraße. Die Blickrichtung ist stadteinwärts in Höhe Huttenplatz.
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So soll es werden: Die Visualisierung zeigt die Fahrradstraße stadteinwärts in Höhe Huttenplatz.

Bis zum Frühjahr 2021 wird ein 1100 Meter langer Abschnitt der Goethestraße zur Fahrradstraße hergerichtet. Die Arbeiten sind mit Sperrungen und Umleitungen verbunden.

Kassel – Die Umgestaltung der Goethestraße zur Fahrradstraße steht kurz vor dem Start: Am Montag, 17. August, beginnen die Arbeiten; bis zum Frühjahr 2021 soll alles fertig sein. Dann haben Radfahrer Vorrang auf dem 1100 Meter langen Abschnitt zwischen Rudolphsplatz und Freiherr-vom-Stein-Straße. Nach Angaben des Straßenverkehrsamts wird die zentrale Passage durch den Vorderen Westen täglich von mehreren tausend Radlern genutzt.

Am Freitag stellten Vertreter der Stadt Kassel am Goethestern das 1,5 Millionen teure Straßenbauprojekt vor, das weit mehr als nur Markierungsarbeiten umfasst. Bei dem Termin im Beisein von Kommunal- und Landespolitikern überbrachte Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf eine Förderzusage vom Land Hessen in Höhe von 896 000 Euro.

Die Gestaltung wird ähnlich aussehen wie bei den bereits bestehenden Fahrradstraßen in Kassel: Zu beiden Seiten einer fünf Meter breiten Kernfahrbahn werden gestrichelte Trennstreifen markiert, um die Fahrradstraße von den Parkflächen am Rand zu trennen. Um den Vorrang der Radler zu verdeutlichen, werden Einmündungsbereiche rot markiert – aber nur dort, wo die Signalwirkung Sinn ergibt, sagte Straßenverkehrsamtsleiter Dr. Georg Förster: „Wir werden natürlich nicht den ganzen Goethestern rot färben.“

Neben der Markierung sind auf Teilen der Strecke auch bauliche Umgestaltungen und Sanierungsarbeiten vorgesehen. So wird die schlechte Fahrbahn rund um den Goethestern erneuert. Zudem sollen Einmündungen von Kirchweg und Huttenstraße fußgängerfreundlicher werden, indem die Eckbereiche weiter in Richtung Fahrbahnmitte gezogen werden. Die Fußgängerampel im Kreuzungsbereich Kirchweg kommt weg und wird durch einen Zebrastreifen) ersetzt. Der Platz an der Einmündung zur Diakonissenstraße soll eine Natursteinpflasterung und größere Baumscheiben bekommen, so dass er mehr zum Verweilen einlädt.

Mit der Einrichtung der Fahrradstraße werden etwa 100 weitere Fahrradbügel entlang der Goethestraße installiert. Zudem sollen rund zehn Stellplätze exklusiv für Carsharing-Autos reserviert werden. Mit dem Ausbau werden nach Angaben der Stadt insgesamt 67 Autoparkflächen am Straßenrand entfallen – das seien acht Prozent des heutigen Bestandes.

Kassels Verkehrsdezernent Dirk Stochla sagte vor Ort, das Projekt habe eine hohe symbolische Bedeutung auf dem Weg, Kassel fahrradfreundlicher zu machen. Längerfristiges Ziel sei eine durchgehende Radverkehrsachse zwischen dem Fernbahnhof Wilhelmshöhe und der Universität.

Vier Bauabschnitte mit Sperrungen und Umleitungen

An der Goethestraße wird ab Montag, 17. August, zunächst der nördliche Gehweg zwischen Goethestern und Kirchweg ausgebaut. Danach laufen die Arbeiten an der eigentlichen Fahrradstraße jeweils abschnittsweise – erst zwischen Rudolphsplatz und Goethestern, anschließend von dort bis zum Kirchweg, dann der westliche Abschnitt bis zur Freiherr-vom-Stein-Straße.

Wo jeweils gebaut wird, gilt für Autos wie für Radler eine Vollsperrung der betreffenden Bereiche. Der Autoverkehr wird über Germaniastraße und Wilhelmshöher Allee, der Radverkehr über die Herkulesstraße umgeleitet. (Axel Schwarz)

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