Große Villa für die Jüngsten

Weiterer Krippen-Standort an der Goethestraße eröffnet

Freude über neue Krippe: Antje Siebert (vorn von links), Anne Janz, Uwe Flotho, Ute Kümmel, Elke Eisfelder, Britta Marquardt, Elke Avenarius sowie (oben von links) Kathrin Weiß, Jana Dieck, Matthias Foiztik, Sandra Heeks und Nina Kanitz. Foto: Oschmann

Vorderer Westen. 30 Kleinkinder unter drei Jahren haben jetzt in der sogenannten Alten Villa an der Goethestraße 96 einen Betreuungsplatz gefunden. Damit ist die neue Kindertagesstätte schon voll.

Betreiber ist der Verein „Kleine Entdecker“, der bereits in Kirchditmold an der Dalwigkstraße 15 a seit 2009 eine Krippe führt. Eigentümer der 1924 errichteten Villa sind die Vereinigten Wohnstätten 1889. Die Wohnungsgenossenschaft hat das Haus gekauft und ließ das unter Denkmalschutz stehende dreistöckige Gebäude für rund 300 000 Euro, davon 120 000 Euro aus Bundesmitteln, zur Kindertagesstätte umbauen. Jetzt feierten die 1889 und die erwachsenen Vertreter der Kleinen Entdecker die Eröffnung.

Die ehemalige alte Arztvilla, jetzt neue Heimat der Kleinen Entdecker, beherbergte zwischenzeitlich zum Beispiel die evangelische Studentengemeinde und die Suchthilfe.

Eine Gruppe pro Stockwerk

In jedem der drei Stockwerke werden jeweils zehn Kleinkinder betreut, jede der drei Gruppen wird von zwei Erzieherinnen geleitet, insgesamt zehn Erzieherinnen gehören zum Team. Pro Gruppe stehen jeweils ein mit viel Liebe zum Detail gestalteter Spiel- und Schlafraum sowie ein Wickelraum zur Verfügung.

Podeste aus Holz zum Klettern und Verstecken, Aussichtsplattformen, schiefe Ebenen und Bohnenbäder laden zum Erkunden ein. In Kuschelecken können sich die die Kleinen ausruhen und für sich sein.

Sorgt für Aufsehen im Stadtteil: An der Alten Villa an der Goethestraße wurde aus Brandschutzgründen eine Stahltreppe angebaut. Foto:  Malmus

„Unser Erziehungskonzept orientiert sich an an der ungarischen Kinderärztin und Heimleiterin Emmi Pikler und setzt auf die freie Entfaltung der Bewegung“, erläuterte die pädagogische Leiterin Ute Kümmel. Die enge Kooperation zwischen den Kleinen Entdeckern und den Wohnstätten habe diesen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Kleinkindern möglich gemacht, betonte Jugenddezernentin Anne Janz.

Da noch Erfahrungenen aus der Krippenpädagogik fehlten, sei es hilfreich, dass die Kleinen Entdecker aus den beiden Stadtteilen mit der Fachschule für Sozialpädagogik an der Elisabeth-Knipping-Schule zusammenarbeiteten. Dadurch würden Theorie und Praxis voneinander profitieren, sagte Janz.

Große Stahltreppe

Einiges Aufsehen im Stadtteil und besonders an der Goethestraße erregt die Tatsache, dass an die Westseite des Gebäudes eine über die drei Etagen führende große Stahltreppe gebaut wurde.

Dazu erklärte die Bauleiterin der Wohnungsgenossenschaft 1889, Antje Siebert, es handele sich um eine Feuertreppe, die dem Brandschutz geschuldet sei. Im Notfall müsse sie als Fluchtweg dienen. Der Bau der großen Stahltreppe sei mit dem Denkmalamt abgestimmt, sagte Siebert.

Von Sabine Oschmann

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