Thema im Ausschuss

Heinrich-Schütz-Schule erneut Ziel von Schmierereien

Auf der Suche nach Lösungen: Kontrollgänge von Wachdiensten hatten dazu geführt, dass Vandalismusschäden auf dem Schulhof der Heinrich-Schütz-Schule eingedämmt werden konnten. Unser Archivfoto vom Sommer zeigt Schmierereien im Bereich der Freiherr-vom-Stein-Straße. Archivfotos: Hein

Kassel. Noch an dem Tag, als im städtischen Ausschuss das Thema Vandalismus an der Heinrich-Schütz-Schule (HSS) behandelt wurde, schlug ein Unbekannter erneut zu.

Er beschmierte den Eingangsbereich. Dabei hatte sich der Vortrag von Axel Jäger, dem Leiter des städtischen Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, vielversprechend angehört. Auf die Anfrage von Ausschussmitglied Dr. Michael von Rüden (CDU), „Was unternimmt der Schulträger gegen den Vandalismus auf dem Geländer der Heinrich-Schütz-Schule?“ gab er Auskunft. Seit Juli sei die Schule im Sommer nachts durch einen privaten Sicherheitsdienst kontrolliert worden. Dadurch seien die „nächtlichen Aktivitäten auf dem Gelände deutlich zurückgegangen“. Die Leiterin der HSS, Dr. Ines Blumenstein, sagte auf Anfrage der HNA: „Das war eine vernünftige Sache.“ Die Kontrollgänge des Wachdienstes haben nach ihrer Einschätzung während der Sommermonate Einiges gebracht. Dass jüngst wieder Schmierereien gesprayt wurden, könnte etwas mit der Abwesenheit des Wachdienstes zu tun haben, vermutet sie.

Im Ausschuss hatte Axel Jäger erklärt, dass eine „Bestreifung nur zeitlich begrenzt aufrechterhalten werden kann“. Es sei aus Kostengründen nicht möglich, die Schulhöfe in Kassel auf diese Weise dauerhaft zu bewachen.

Zum Vorschlag von Rüdens, das Schulgelände durch einen hohen Zaun zu schützen, sagt Steffen Müller (Grüne), der außerdem Ortsvorsteher im Vorderen Westen ist: „Zäune bringen nichts. Ich bin gegen eine Abschottung.“ Im Sommer war es an der HSS vermehrt in den Abend- und Nachtzeiten zu gravierenden Sachbeschädigungen gekommen. Dabei handelte es sich insbesondere um die Zerstörung von Glasscheiben und Schäden im Außenbereich, großflächige Vermüllung durch zerbrochene Flaschen und Zerstörung von Bepflanzungen.

Nach Auskunft von Axel Jäger hat der Vandalismusschaden an der HSS in diesem Jahr Kosten von 9361 Euro verursacht. In der gesamten Stadt betrugen die Vandalismusschäden dieses Jahr 79 863 Euro.

Zu den neuerlichen Schmierereien äußerte sich der CDU- Oberbürgermeisterkandidat Dominique Kalb in einer Pressemitteilung: „Wir fordern den Magistrat auf, endlich seine zögerliche Haltung aufzugeben und daran zu gehen, für das Schulgelände eine Einzäunung und die Installation von Videoüberwachungstechnik zu realisieren.“

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.