Geschäfte weiterhin erreichbar

Ab 17. Juli wird Friedrich-Ebert-Straße für sieben Wochen voll gesperrt

Bereiten alles für die Vollsperrung vor: (von links) Thomas Sternberger, Yves Vogt, Harald Gerrk, Reiner Brandau, Jens Herzbruch und Thomas Kröger gestern beim Ortstermin auf der Friedrich-Ebert-Straße. Foto:  Schachtschneider

Kassel. „Wir werden das bis zum 5. September schaffen, wenn uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt“, sagte Thomas Kröger, Projektleiter der KVG für den Umbau der Friedrich-Ebert-Straße.

Die KVG hatte am Mittwoch zusammen mit der Stadt eingeladen, um die Maßnahmen der Endphase der Bauarbeiten vorzustellen. Denn ab Freitag, 17. Juli, wird die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Ständeplatz und Goethestraße komplett gesperrt. Nicht nur für den Individualverkehr, sondern auch für Trams und Busse. Nur Fußgänger können sich noch in den sieben Wochen bis zum 7. September hier auf den Bürgersteigen fortbewegen.

Bis zum Ende der Sommerferien werden die Gleise auf einer Strecke von knapp einem Kilometer (in jede Richtung) neu verlegt (267 300 Kilogramm Eisen) und neue Fahrbahnen gebaut. Die Baustelle, die insgesamt 12 Mio. Euro kostet, startet in ihre intensivste Bauphase, bevor im September die Restarbeiten beginnen.

Vorbereitung ab 13. Juli

Zur Vorbereitung der Baustelle wird bereits ab Montag, 13. Juli, der Parkplatz Hinter der Komödie gesperrt. So ist es möglich, frühzeitig Materialien und Geräte anzuliefern. In der Friedrich-Ebert-Straße werden ab Freitagmorgen, 17. Juli, die Parkplätze im Bereich des Baufeldes gesperrt. Für den Verkehr gesperrt wird die Friedrich-Ebert-Straße ab etwa 15 Uhr durch den Aufbau der Bauzäune und Verkehrszeichen. Ab 20 Uhr stellt auch die Straßenbahn ihren Betrieb ein. Danach beginnt die KVG mit dem Abbau der Oberleitungen. Am Samstag um 7 Uhr starten dann die Bagger. „Es wird laut und staubig“, sagt Stadtplaner Jens Herzbruch.

Drei Bauabschnitte

Die Bauarbeiten sind in drei große Abschnitte gegliedert: In den ersten zweieinhalb Wochen werden in vier Bauabschnitten gleichzeitig die alten Oberflächen und Gleise abgetragen und ausgebaut. Karlheinz Rüffer, städtischer Projektleiter, verdeutlicht den Umfang: „In dieser kurzen Zeit werden rund 1000 Lkw-Ladungen Aushub aus der Baustelle abgefahren. Und fast ebenso viel Material für den Neuaufbau der Straße wird auch wieder eingebaut.“ Anfang August beginnen die Gleisbauarbeiten: Zunächst werden die Gleise stadtauswärts verlegt, danach folgt die Gegenseite. Parallel dazu beginnt als dritter Schritt ab Mitte August die Herstellung der neuen Fahrbahnflächen mit Beton- und Asphaltarbeiten.

13 Stunden am Tag

Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, hat man sich entschieden, dass während der sieben Wochen an sechs Tagen von Montag bis Samstag täglich 13 Stunden, von 7 bis 22 Uhr, gearbeitet wird, sagt Thomas Sternberger, Sachgebietsleiter im Straßenverkehrsamt.

Querung für Fußgänger

Während der Vollsperrung sind die Gehwege auf beiden Seiten der Straße durchgängig für die Fußgänger frei. Damit sind alle Geschäfte und Adressen weiterhin erreichbar. Damit Fußgänger die Baustelle queren können, werden drei Fußgängerüberwege eingerichtet: An den Querstraßen Westendstraße, Friedrich-Engels-Straße und Karthäuserstraße. Sicherungsposten leiten dort die Fußgänger durch das Baufeld zur anderen Straßenseite.

Freiwilligendienst

Für Bürger im Quartier, die durch die Baustelle Schwierigkeiten mit ihren alltäglichen Wegen haben, steht das Stadtbüro als Ansprechpartner zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Freiwilligenzentrum wird Hilfe beim Überqueren der Straße und der Überwindung längerer Wege im Baubereich, beispielsweise zum Bus, zur Straßenbahn, zum Taxistand oder zum Arzt, angeboten.

Neben ehrenamtlichen Helfern kommt auch ein Elektromobil zum Einsatz.

Müll und Rettungsdienst

Mit den Stadtreinigern sei abgesprochen, dass die Müllabfuhr über die Seitenstraßen erfolge, sagt Herzbruch. Für die Bewohner ändere sich nichts. Der Rettungsdienst werde bei Bedarf über die Gehwege beziehungsweise das Baufeld geleitet.

Parken

In den Seitenstraßen werden weitere Kurzzeitparkplätze für Kunden der Friedrich-Ebert-Straße geschaffen. Um Ersatz für die Anwohner zu schaffen, werden für diese (mit Anwohner-Parkausweis) während der Bauarbeiten Ersatzflächen bei der Martini-Brauerei an der Kölnischen Straße und auf dem Lehrerparkplatz der Luisenschule zur Verfügung gestellt.

Party zum Abschluss

Zum Abschluss der Vollsperrung wollen die Anlieger gemeinsam mit dem Stadtbüro und der Stadt am Samstag, 5. September, ein Fest entlang der Straße feiern: Bei Musik und Aktionen entlang der modernisierten Friedrich-Ebert-Straße können die Veränderungen begutachtet werden.

Kontakt für Anwohner: Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße 32-34, Simone Mäckler und Jens Franken, Tel. 05 61/60285630. Baustellenkoordinator Yves Vogt, Tel. 829070.

Hintergrund: Busse für Tramlinie 8 Die Linie 7 entfällt

Während der Vollsperrung fährt auch keine Straßenbahn durch die Friedrich-Ebert-Straße. Die KVG richtet für die Linie 8 einen Ersatzbusverkehr zwischen der Hessenschanze und der Innenstadt ein. Dieser hält im Bereich der Baustelle an den Bushaltestellen in der Kölnischen Straße (Bismarckstraße und St. Familia) sowie im Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Straße / Querallee (hier nur stadtauswärts). Die Tramlinie 4 wird über die Wilhelmshöher Allee umgeleitet. Die Linie 7 entfällt zwischen Innenstadt und Bahnhof Wilhelmshöhe.

Aktuelle Informationen zum ÖPNV veröffentlicht die KVG im Internet unter www.kvg.de

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