Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei

Hochbetrieb am Sudhaus: Das Martini-Quartier entwickelt sich rasant

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Viel Betrieb auf der Baustelle Martini-Quartier. In der Mitte bleibt das alte Sudhaus bestehen. 

Auf dem Gelände der ehemaligen Martini-Brauerei an der Kölnischen Straße, dem Martini-Quartier, tut sich zurzeit eine Menge. An mehreren Stellen des 15 000 Quadratmeter großen Areals sind Arbeiter mit Baumaschinen und Kränen im Einsatz. Dem Betrachter bietet sich ein spannendes Wimmelbild.

„Wir sind froh, wie lautlos und einvernehmlich alle Bauherren und Gewerke nebeneinander zugange sind“, sagt Michael Linker von der MQ-Projektentwicklungsgesellschaft. „Unser Konzept der Vielfalt scheint schon im Vorfeld zu funktionieren. Alle Akteure sitzen an einem Tisch.“ Der Abbruch der Brauerei-Gebäude habe sehr lange gedauert, sagt sein Kollege Matthias Foitzik. Deshalb sei es toll, dass alle bei der Stange geblieben sind. Schließlich gestalte sich alles komplizierter, als würde man auf freier Fläche bauen.

Die neun Bauherren – vom genossenschaftlichen Projekt über die Bürogemeinschaft bis zur Wohnungsbaugesellschaft – sind damit beschäftigt, ihre Arbeiten zügig voranzubringen. Eine Baugemeinschaft, die an der Hardenbergstraße 20 Eigentumswohnungen baut, hat schon Richtfest gefeiert. Daneben ist der Rohbau für 35 weitere Wohnungen, Büros und Dienstleistung hochgezogen. Zur gleichen Zeit werden Versorgungsleitungen für Fernwärme gelegt und andere Erschließungsarbeiten erledigt.

Besondere Baustelle: Aufwendig werden bei den Gründungsarbeiten für das Genossenschaftsprojekt (Bildmitte) die Zu- und Eingänge zu den historischen Kellern gesichert.

Mit Sorgfalt wird sich dem historischen Erbe gewidmet: Das alte Sudhaus bleibt als zentrales Bauwerk erhalten und für Büros ausgebaut. Auch einem weiteren Charakteristikum des Areals wird Rechnung getragen: Ein Teil der von der Brauerei genutzten historischen Eiskeller – einige mussten aus statischen Gründen verfüllt werden – bleibt auch künftig zugänglich. Die Eingänge, die zum Teil unter der neuen Bebauung liegen, werden zurzeit aufwendig gesichert.

Weiter zugänglich: Zugänge zu den alten Kellern der Brauerei bleiben erhalten.

Auf dem ehemaligen Gelände der Martini-Brauerei – seit 1885 Brauereistandort – entsteht auf 1,5 Hektar in kleinteiliger Nutzungsmischung Raum für Wohnen und mehr, weitgehend frei finanziert und sozial ausgewogen. Bis 2021 sollen dort 200 Wohnungen bezogen werden. Investitionsvolumen insgesamt: 50 bis 60 Mio. Euro.

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