Fassade wird saniert

GWH investiert 1,4 Millionen in denkmalgeschütztes Hochhaus an Kasseler Goethestraße

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Markantes Bauwerk an der Goethestraße: Das 1955 vom Architekten Paul Bode errichtete Hochhaus im Vorderen Westen.

Das Hochhaus an der Goethestraße 15 im Vorderen Westen Kassels soll im nächsten Frühjahr wieder in altem Glanz erstrahlen.

Voraussichtlich im nächsten Frühjahr soll die denkmalgeschützte Immobilie, die 1954 vom Architekten Paul Bode entworfen wurde, dann wieder in altem Glanz erstrahlen.

Eine besondere Herausforderung bei der Modernisierung des elfstöckigen Hauses ist die Fassade. „Wie zur damaligen Zeit üblich, sind asbesthaltige Zementfaserplatten verbaut worden“, sagt Bauleiter Florin Popescu. Faserzement sei in den 1950er-Jahren ein gängiges Baumaterial gewesen, weil es kostengünstig und außerdem feuerbeständig ist. Die asbesthaltigen Platten seien mittlerweile alle entfernt worden. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen sei das mit erhöhtem Aufwand verbunden gewesen.

In der Bevölkerung würden Mitarbeiter in Schutzkleidung Ängste schüren, sagt Henry Jäger, GWH-Geschäftsstellenleiter. Die Sorgen seien aber unbegründet. Man habe alle Arbeiten in enger Absprache mit den Behörden erledigt. Zu keiner Zeit seien Gefahren zu befürchten gewesen.

„Die Entsorgung der alten Fassade war eine große Herausforderung für uns, ist uns hier aber besonders wichtig, da sich das Wohnprojekt im Zentrum des zu versorgenden Bereichs befindet und für alle Bürger des Wohnquartiers als Anlaufstelle dient“, fügt Jäger hinzu.

Das Hochhaus war 1955 das erste im damaligen Westdeutschland, dass nicht in der üblichen Skelettbauweise, sondern im Wabensteinbau errichtet wurde. Im nächsten Jahr soll dann die Fassade des Hauses wieder nach historischem Vorbild gestaltet werden. Neben einer neuen Wärmedämmung werden noch die Balkondurchgänge in den noch nicht altersgerecht umgebauten Wohnungen verbreitert werden, heißt es von der GWH.

Insgesamt werden 1,4 Millionen Euro investiert. Leerstand gibt es in der Immobilie aktuell keinen. „Unsere Mieterschaft ist sehr gemischt, aber gerade älteren Mietern kommt natürlich das Angebot im Haus in Kooperation mit der Diakonie entgegen“, so Jäger. Das sogenannte Wohnprojekt „Goethe 15 sen“ sei eine zeitgemäße und innovative Wohnform für Menschen im höheren Lebensalter. Die 71 Wohnungen sind zwischen 33 Quadratmetern und 58 Quadratmetern groß. Die kleineren Appartements haben einen Balkon. Im Erdgeschoss des Gebäudes gibt es unter anderem einen Nachbarschaftstreff für gemeinsame Aktivitäten sowie einen Service-Stützpunkt der Diakoniestationen Kassel.

In Verbindung mit der Einrichtung eines Hausnotrufsystems kann so eine 24-Stunden-Erreichbarkeit der Diakoniestationen sichergestellt werden.

Hier steht das Hochhaus:

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