Eigenheim-Träume und Tipps zum Energiesparen

Knapp 6000 Besucher bei Kasseler Bau- und Immobilienmesse im Kongress-Palais

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Handwerk mit Herz: Herzen aus Schieferschindeln machte Dachdecker Andreas Pereschiwkin gegen eine Spende für gute Zwecke – hier für die Besucher Ingo und Katharina Kloss mit Sohn Jonathan.

Kassel. Wer sich Wohneigentum zulegen oder sein Heim modernisieren will, hat derzeit beste Möglichkeiten. Auf der 4. Kasseler Bau- und Immobilienmesse gab es Anregungen von 100 Ausstellern.

Baugeld ist nach wir vor günstig zu leihen, wegen der Zinslage wird Erspartes lieber in die eigenen vier Wände gesteckt als auf die Bank getragen. Dass viele Branchen von diesem Trend profitieren, zeigte sich am Wochenende im Kongress-Palais Stadthalle bei der 4. Bau- und Immobilienmesse: Die Angebote der rund 100 Aussteller lockten nach Angaben der Messeleitung am Samstag und Sonntag knapp 6000 Besucher an.

Unter ihnen: viele mit einem konkreten Bauvorhaben in naher Zukunft und auffallend viele junge Familien. So wie Maren und Patrick Berndt, die mit ihren Kindern Noah (4) und Valerie (16 Monate) aus Göttingen gekommen waren. Während Noah im Kinderwagen nach Spielsachen kramte, informierten sich seine Eltern am Stand eines Massivholzhaus-Herstellers. Der Traum der jungen Familie: ein Eigenheim mit etwa 150 Quadratmetern Wohnfläche.

Für Berndts ist das Abenteuer Bauen noch in einer Vorstufe. Ein Grundstück gibt es noch nicht, „wir haben uns in mehreren Gemeinden auf die Liste setzen lassen“, erzählte Patrick Berndt. Je näher an der Stadt man sich umschaue, desto höher die Preise. Das ist in Göttingen nicht anders als in Kassel.

Auf der Suche nach Anregungen für den Hausbau: An einem Messestand bei Simon Gieseler (links) informierten sich Maren und Patrick Berndt mit ihren Kindern Valerie und Noah.

Und welche Art Haus soll es sein? Deswegen sei man auf der Kasseler Messe, um sich inspirieren zu lassen: „Die Eltern haben noch Stein auf Stein gebaut, aber heute gibt es ja so viele Möglichkeiten“, sagte Berndt. Auch ein Keller sei längst nicht mehr zwingender Standard. Würde er darauf verzichten beim Bauen? „Ich ja schon“, sagte der junge Familienvater mit Seitenblick auf seine Frau. Bauen, das große Abenteuer im Leben.

Die zahlreichen Anbieter von Eigenheimen waren aber nur ein Segment im Informationsangebot der Messe. Auch Handwerks- und Sanierungsfirmen, Planer und Finanzierer, Fenster- und Türenbauer, Energieberater und Dämmspezialisten, Heiz- und Haustechnikanbieter stellten ihre Leistungen vor und zeigten Sanierungs- und Fördermöglichkeiten auf, die gerade auch für Eigentümer älterer Immobilien von Interesse sind.

Vor allem Letzteres sei der Leitgedanke gewesen, als die Stadt Kassel vor vier Jahren den Anstoß für die Bau- und Immobilienmesse gab, sagte Stadtbaurat Christof Nolda während eines Messerundgangs. Die Stadt habe Impulse für mehr Energieeffizienz und klimafreundliches Bauen setzen und alle regionalen Angebote aus diesen Bereichen an einem Ort zusammenführen wollen.

Laut dem jüngsten städtischen Wohnungsmarktbericht lebt ein Drittel der Kasseler in Gebäuden, die in den 1950er- und ’60er-Jahren errichtet wurden. Da schlummern noch viele Möglichkeiten, durch Modernisierung nach dem neuesten Stand der Umwelttechnik eine Menge Energie und Geld zu sparen.

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