Vorentscheide Physik-Meisterschaft am Schülerforschungszentrum Nordhessen

Kasseler Jung-Physiker wollen zur WM

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Regionalwettbewerb: Jungforscher liefern sich einen Schlagabstausch zu physikalischen Themen, Moritz Becker vom Kasseler Wilhelmsgymnasium (links) und Fabio Ramirez Stern aus Taunusstein.

Kassel. Im Schülerforschungszentrum Nordhessen rauchen stets die Köpfe - an diesem Ort nichts Ungewöhnliches. Eine Steigerung gibt es, wenn sich dort junge Physiker auf die Physik-Meisterschaft GYPT (German Young Physicists’ Tournament) vorbereiten.

Damit können sie sich für die Physik-Weltmeisterschaft (IYPT) qualifizieren können. 

Fünf Jugendliche stellten sich am Samstag, 27. Januar, fünf Stunden lang den kritischen Augen und Ohren einer Fachjury. Bei dem Wettbewerb treffen Schülerteams aufeinander, die vorher komplizierte wissenschaftliche Fragestellungen theoretisch und experimentell gelöst haben. 

„Construct a Heron’s fountain and explain how it works. Investigate how the relevant parameters affect the height of the water jet“ (Konstruiere einen Heronsbrunnen und erkläre wie er funktioniert, erforsche wie relevante Parameter die Höhe der Wassersäule beeinflussen), lautete etwa die Aufgabenstellung, der sich Christoph Maier (18) aus Habichtswald widmete. Die Schüler müssen ihre Lösungen in Englisch vorstellen und in einer Diskussion mit anderen Teams verteidigen.

Ein alter Hase in Sachen Physik-Meisterschaft ist der 17-jährige Kasseler Birk Magnussen. Er ist Standortleiter, offiziell „Chairman“, der Veranstaltung. Vor vier Jahren stand er – gerade mal 13 – selber im Ring und präsentierte seine Theorie zu Hologrammen. 2017 war er als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft in Singapur und holte die Silbermedaille für Deutschland. Inzwischen studiert er an der Uni Kassel Elektrotechnik und Informatik.

Fachsimpelei: Jury-Mitglied Nikola Tsarigradski aus Osnabrück (links) und Chairman: Birk Magnusson, Kassel. 

An drei Tagen vor dem Wettbewerb war er mit dem Aufbau der Experimente beschäftigt. Die Betreuung der Teams zieht sich mit sechs/sieben Stunden pro Woche durch das ganze Jahr. Souverän und kundig – sprachlich als auch inhaltlich – moderierte Birk die Veranstaltung: „Please start the discussion“, läutet er den Schlagabtausch ein.

Am Ende stand fest: Das Team Christoph Maier, Habichtswald, und Moritz Becker, Kassel, erhielt den Landessieg. Auf dem Bundeswettbewerb vom 16. bis 18. Februar in Bad Honnef wird Hessen von Christoph Maier und Marianne Tafreschi, Vellmar, sowie Moritz Becker und Bjarne Deter vertreten, die zwei hessische Teams bilden.

Seit 2014 gibt es einen nationalen Vorentscheid, das German Young Physicists‘ Tournament. GYPT. Es fand damals im SFN statt und ein SFN-Team wurde deutscher Meister.

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