Tausende waren auf der Freidrich-Ebert-Straße

Quartierfest in Kassel: Keine Bahnen mehr, weil es so voll war

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Sorgten für gute Stimmung am Bebelplatz: Sängerin Paulina Eisenberg trat hier am frühen Abend mit ihrer Band Paulina Eisenberg auf.

Kassel. Das Quartierfest am Wochenende zog Tausende nach Kassel. Die Friedrich-Ebert-Straße war so voll, dass ab 20.30 Uhr keine Bahnen mehr fahren durften.

„Es ist immer wieder schön beim Quartierfest im Vorderen Westen zu spielen“, sagte Sängerin Paulina Eisenberg am Samstagabend zu ihrem Publikum auf dem Bebelplatz. Obwohl die Musikerin erst Anfang 20 ist, trat sie mit ihrer Band, die ebenfalls Paulina Eisenberg heißt, schon zum dritten Mal auf dem Straßenfest im Vorderen Westen auf. Zu Recht. Die Musik (Pop-Blues) von Paulina Eisenberg hat es verdient, von einem ganz großen Publikum gehört zu werden.

Tausende von Menschen waren bereits schon am frühen Samstagabend auf der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs, um in einem der vielen kleinen Geschäfte zu stöbern oder sich davor mit Leckereien zu stärken. Je später der Abend, desto voller wurde die Straße.

Die zehnjährige Lene war mit ihrem Vater auf dem Bebelplatz unterwegs. Dort bekam sie von Wintershall-Mitarbeitern einen Wasserträger zum Umhängen mit einer Flasche Wasser geschenkt. Für den Bummel auf dem Quartierfest eine praktische Angelegenheit. Ob die Wasserträger dazu taugen, mit ihnen zu laufen, muss wohl jeder selbst ausprobieren.

Mit Lolarosé: Daniel Werner präsentiert die neue Rosé-Flasche.

Wer nicht nur Wasser trinken wollte, der bekam auch Wein. Daniel Werner, Chef der Hospitalskellerei, bot seinen Gästen einen ganz besonderen Wein an. Der Eigenwein der Hospitalskellerei hat einen neuen Namen und ein neues Etikett bekommen. Den Rosé, der vom Weingut Manns in Rheinhessen für die Hospitalskellerei abgefüllt worden ist, hat Werner nach seiner zweijährigen Tochter Lola Rose benannt. Das Etikett mit Totenkopf für den Lolarosé hat Werners Frau Sonja kreiert. Ein Etikett, das bei den Kunden ankommt. Innerhalb von drei Monaten habe er 2000 Flaschen verkauft, erzählt Werner. Eine Flasche kostet 6,95 Euro. Etiketten spielen eben auch beim Weinkauf eine große Rolle.

Apropos Rolle: Eine „Rolle Kassel“ bot Leander Weißhand an seinem mobilen Stand an, der „Stadtprodukte mit Love“ versprach. Weißhand ist derzeit Praktikant bei der Kasseler Werbeagentur Moon Toon Studios. Und dort wurden Kassel-Magnete, ein Kartenspiel, Bierdeckel und Postkarten kreiert, die den Alltag bunter machen. Und all diese Produkte zusammen kann man eben in der „Rolle Kassel“ für 19,90 Euro kaufen.

Flanierten über die Friedrich-Ebert-Straße: (von links) Antje und Marcus Fritze mit Henrik und Claudia Matuschek.

Manche Menschen verschenkten auch etwas, wie zum Beispiel Patrick Hartmann. Der Landtagskandidat der SPD verteilte Wassereis. Eine Frau machte er richtig glücklich damit. Woher er diesen blauen gefrorenen Riegel denn habe, wollte die Frau wissen. Ihr Mann suche nämlich genau dieses Eis. „Aus der Metro“, antwortete der Politiker. Ob er dafür auch ihre Stimme bekommt?

Das würde nur funktionieren, wenn die Frau auch in seinem Wahlkreis, im Kasseler Westen lebt. Zu dem Fest waren allerdings auch viele Menschen aus anderen Stadtteilen und Kommunen gekommen. Wie zum Beispiel Claudia und Henrik Matuschek aus Kaufungen. „Das Viertel ist eben total charmant“, sagte Claudia Matuschek.

Die Friedrich-Ebert-Straße war für das Fest zwischen Anna-Straße und Friedenskirche für den Autoverkehr gesperrt worden. Nur die Straßenbahnen durften hier noch fahren. Dafür mussten Security-Kräfte jedes Mal die Absperrungen von der Straße nehmen, wenn eine Bahn kam. Allerdings nur bis 20.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war die Friedrich-Ebert-Straße so voller Menschen, dass die KVG die Bahnen zwischen Annastraße und Stadthalle nicht mehr fahren ließ, so Sprecherin Heidi Hamdad. „Aus Sicherheitsgründen.“ Dafür wurde ein Ersatzbus an diesem spätsommerlichen Abend eingesetzt.

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