Rosenkranzkirche: Denkmalgeschützte Mauer wird für 200.000 Euro saniert

Porös: Friedrich Gerloff (Firma Friedrich Gerloff Naturstein, vorn), Thilko Gerke (Bauunternehmen Rennert), Werner Kuras (stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Gemeinde St. Maria) und Pfarrer Paul Schupp begutachten die Bruchsteinmauer an der Rosenkranzkirche an der Friedrich-Ebert-Straße. Fotos: Konrad

Vorderer Westen. Die Stütz- und Grundstücksmauer der Rosenkranzkirche an der Friedrich-Ebert-Straße am August-Bebel-Platz wird derzeit aufwendig saniert. Die Mauer mit dem Geländer aus Gusseisen, das nur noch in Teilen existiert, steht unter Denkmalschutz und stammt wie die Kirche aus dem Jahr 1899.

Im Lauf der Zeit sind an der Mauerrückseite Wasser und Feuchtigkeit eingedrungen und haben den Mörtel zwischen den Mauersteinen aufgelöst. Die Mauer besteht aus einer 50 Zentimeter starken Bruchsteinschicht, die mit zehn bis 15 Zentimeter dicken Sandsteinen verblendet ist. „Die Steine konnte man zum Teil mit der bloßen Hand herausziehen“, sagt Pfarrer Paul Schupp. Einzelne Steine waren bereits herausgebrochen.

An der Rückseite wurde die Mauer laut Architekt Heinz Ulrich Walter jetzt mit einer glatten Stahlbetonwand versehen und mit einer Schicht gegen Wasser abgedichtet. Außerdem wurde dort eine Drainage verlegt. Diese Arbeiten sollen Ende dieser Woche abgeschlossen sein.

Die Fassade der Mauer ist zum Teil schon wieder verblendet.

An der Vorderseite werden derzeit die Fassadensteine abgenommen und die Lücken zwischen den Bruchsteinen mit Spezialmörtel aufgefüllt. Anschließend wird die Mauer wieder mit den Fassadensteinen verblendet. Ein Teilstück der Mauer ist bereits fertig. Wann diese Arbeiten komplett beendet sein werden, hängt von der Witterung ab, angepeilt ist das Jahresende.

Notwendig war die Sanierung Schupp zufolge zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen sind Kirche und Mauer an Friedrich-Ebert-Straße und Bebel-Platz ein Blickfang. „Wir bekommen von den Menschen sehr viel positive Resonanz“, sagt Pfarrer Schupp. Insgesamt kostet die Sanierung des 70 Meter langen und 1,50 bis 2,20 Meter hohen Mauerstücks an der Friedrich-Ebert-Straße rund 200.000 Euro. 107.000 Euro davon finanziert das Bistum Fulda, 38.000 Euro schießt das Landesamt für Denkmalpflege zu. Die restlichen 55.000 Euro muss die katholische Kirchengemeinde Sankt Maria aufbringen. „Bei der Finanzierung sind wir auf Spenden angewiesen“, sagt Schupp.

Zweiter Bauabschnitt

In einem zweiten Bauabschnitt soll später der etwa 60 Meter lange und 80 Zentimeter hohe Mauerteil am Kirchweg saniert werden.

• Wer die Sanierung der Mauer unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun: Konto-Nummer: 52618, Bankleitzahl: 520 503 53 bei der Kasseler Sparkasse. (mkx)

Von Mirko Konrad

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