Mit Scheitelfrisur auf Frauensuche

Premiere der Show „In 80 Minuten um die Welt“ im Starclub

Jonglage mit dem Mund: Samuel Rose sprang bei der Premiere für Liz Williams ein. Fotos:  Fischer

Kassel. Ausstaffiert mit gelbem Pullunder, weißem Hemd und roter Krawatte freute sich der ehemalige Postbeamte Hans-Hermann Thielke, den Weg von Itzehoe nach Kassel geschafft zu haben.

Der Komiker, der eigentlich Helmut Hoffman heißt und auch im Fernsehen zu sehen ist, ist Star der Show „In 80 Minuten um die Welt“, die am Samstag im Starclub Premiere hatte.

Der überkorrekte Herr mit der artigen Scheitelfrisur ist zurzeit „ganz intensiv“ auf Frauensuche, einen Rahmen für das Bild der Auserwählten hat er schon, aber erst mal müsse er sie kennenlernen, er könne ja „nicht gleich mit der Tür über sie herfallen“. Dazu macht sich der 58-Jährige präzise über dies und das Gedanken, beispielsweise über die Zustellungsbereiche des Gehirns. Worte würden von hinten nach vorne in Leitungsbahnen in den Mund geschoben. Höhepunkt des Abends war die rasend komische Tanzeinlage des Schauspielers, zu Westernklängen hopste er kleinschrittig über die Bühne und wedelte gleichzeitig mit Chiffontüchern.

Der Kasseler Jonas Alich, der im Kinderzirkus Ramazotti seine Leidenschaft fürs Jonglieren entdeckte, faszinierte mit Diabolos. Hin und her, kreuz und quer ließ der 20-Jährige das Spielgerät fliegen, geschmeidig und sicher.

Da Liz Williams verhindert war, sprang Samuel Rose ein, der mit dem Mund hohe Gläserstapel jonglierte. Als letzte Artistin trat Santé Fortunato aus Chicago auf. Die US-Amerikanerin kann sich wie ein schlangenähnliches Gebilde verknoten, bis nicht mehr klar ist, wie sich die Dame eigentlich biegt, wo welches Bein, welcher Arm hingehört.

Premiere im Starclub: "In 80 Minuten um die Welt"

Durch das Programm führte Brian O’Gott, der ein kleiner Bruder von Dieter Bohlen sein könnte. Blond und etwas marktschreierisch kündigte der Wahl-Kasseler im dottergelben Anzug die Künstler an, machte Späße, griff zur Gitarre und sang mit schöner Stimme auch das Kassel-Lied. Die Idee, aus dem Programm eine Weltreise zu machen, zerfledderte irgendwie. Dennoch hatte das Publikum einen tollen Abend. Viel Applaus.

„In 80 Tagen um die Welt“ steht bis 14. Juni auf dem Programm. Nächste Aufführung am Donnerstag, 9. April, ab 19 Uhr. Karten zum Preis 29,50 Euro (ermäßigt 25 Euro) unter Tel. 05 61/76 62 20.

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