Stadt investiert 3,9 Millionen Euro

Sporthalle am Königstor wird saniert: Fassade aus Keramik und Glas

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So soll sie nach der Sanierung aussehen: Die Sporthalle am Königstor erhält eine Fassade aus unterschiedlich gefärbten Keramikstäben und Industrieglas.

Die 1965 erbaute Sporthalle am Königstor ist in die Jahre gekommen. Nun hat die Stadt Kassel mit der 3,9 Millionen Euro teuren Sanierung der Sportstätte begonnen.

Für die ungefähr ein Jahr dauernden Bauarbeiten ist die Zweifeld-Sporthalle, die von Vereinen und Schulen gleichermaßen genutzt wird, gesperrt.

Ziel der Arbeiten ist vor allem, den Energieverbrauch des Gebäudes zu reduzieren. In diesem Zuge wird aber auch die Fassade der Sporthalle ansehnlicher gestaltet. Auffällig ist insbesondere die neue Keramikfassade, die vor das Eingangsgeschoss gehängt wird. Die senkrechten Keramikstäbe sind unterschiedlich getönt. Das Architekturbüro Reichel Architekten aus Kassel sieht in der Fassadengestaltung eine Hommage an das Ziegelmauerwerk der benachbarten Königstorschule.

Oberhalb des Eingangsgeschosses wird die Fassade mit vertikal gegliedertem Industrieglas versehen. Durch diese gelange blendfreies Tageslicht in die Halle, so die Planer. Nachts könne die gläserne Fassade hinterleuchtet werden und so für eine attraktive Beleuchtung der Umgebung sorgen.

In die Jahre gekommen: Die 1965 erbaute Sporthalle wird saniert. In diesen Tagen starten die Arbeiten.

Auch das Sockelgeschoss der in den Hang gebauten Sporthalle wird mit Keramikfliesen beziehungsweise Putz versehen.

Bei den Bauarbeiten wird auch das Dach abgedichtet und gedämmt. Eine darüber liegende Lage aus Trapezblechen wird ausgetauscht und mit einer speziellen Lochung und Akustikauflage versehen. Damit werde eine deutliche Verbesserung der Raumakustik in der Halle erreicht, teilt die Stadt mit. Dies sei ein Gewinn für alle Nutzer der Sportstätte.

Für die energetische Sanierung werden nicht nur Wände, Decken und das Dach gedämmt, sondern auch Fenster und Türen ausgetauscht. Zudem soll die Lüftung auf eine moderne und energieeffiziente Anlage mit Wärmerückgewinnung umgestellt werden.

Auch der Fechtclub Kassel wird profitieren, der im ehemaligen Gaststättenbereich im Sockel des Gebäudes beheimatet ist. Auch dessen Räume werden gedämmt.

Die Arbeiten im Hallenbereich sollen im August 2020 abgeschlossen werden. In den Sommerferien soll sie wieder nutzbar sein. In der Tiefgarage gehen die Arbeiten noch bis September weiter. Ein Großteil der Sanierung wird mit Geld aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes und Landes (KIP I) finanziert.

Lesen Sie dazu auch: Sorge bei Vereinen: Vier Sporthallen in Kassel sollen zeitgleich saniert werden

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