Areal für Feste, Märkte und Public Viewing

Ein Stadtplatz für alle soll an Friedrich-Ebert-Straße entstehen

+
Durchblick: Unterhalb der Fläche, die zum Stadtplatz umgebaut wird, öffnet sich der versteckt liegende Motzberg, ein Grünzug, der zum Verweilen einladen soll. Unser Foto wurde von der Friedrich-Ebert-Straße, Haltestelle Annastraße, aus aufgenommen.

Vorderer Westen / Mitte. Noch sind die Anlieger der Friedrich-Ebert-Straße voll und ganz mit der Baustelle vor ihrer Haustür beschäftigt. Wenn der Ausbau zum Boulevard Ende 2015 abgeschlossen ist, kommen die nächsten städtebaulichen Veränderungen.

Sie werden zu einer „neuen, feinen Qualität im Quartier" beitragen, so Carlo Frohnapfel vom Kasseler Stadtplanungsamt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Ludger Röken vom Umwelt- und Gartenamt stellte er den Mitgliedern der Ortsbeiräte Vorderer Westen und Mitte Planungen für einen kleinen Stadtplatz in Höhe der Haltestelle Annastraße vor.

Im Rahmen des Städteförderprogramms „Aktive Kernbereiche“ entsteht ab 2016 zwischen Albert-Schweitzer-Schule im Norden und Königstorschule im Süden, der sogenannten Grünen Banane, ein Grünzug, der mit Plätzen und anderem zu einer höheren Aufenthaltsqualität in diesem Bereich führen soll. Konkrete Gestalt haben die Pläne für den Ausbau des jetzt noch mit Bäumen bewachsenen Areals südlich der Haltestelle Annastraße zu einem multifunktionalen Stadtplatz angenommen. Die Arbeiten hierfür starten im Januar 2016.

Zwei Versionen

Carlo Frohnapfel

Frohnapfel und Röken präsentierten zwei Versionen für eine Gestaltung des 900 Quadratmeter großen Platzes. Eine Woche zuvor hatte es dazu eine Bürgerversammlung gegeben, bei der kontrovers diskutiert worden war. Der Alternativ-Plan zu einem mit Betonplatten gepflasterten Platz mit mittig gepflanzter Baumgruppe war ein relativ unveränderter, lediglich aufgeräumterer Platz mit Rasen und vielen der vorhandenen Bäume. Die Bäume, so räumte Röken ein, befänden sich jedoch in einem schlechten Zustand.

Die Ortsbeiräte sprachen sich jeweils einstimmig für den gepflasterten Platz aus. Ein Trumpf dieser Planung: Sie ermöglicht eine Öffnung vom Boulevard zum dahinter liegenden Grünzug Motzberg. Der barrierefrei gestaltete Platz sei als „Entree“ gedacht, sagte Frohnapfel.

Die unterhalb davon, parallel zur Ebert-Straße liegende „Kleine Friedrich-Ebert-Straße“ wird in die Gestaltung einbezogen. Sie bleibt als Straße erhalten, lediglich ein halbes Dutzend Parkplätze wird um wenige Meter verschoben, sodass es eine freie Sicht nach Süden gibt.

Der Platz soll vielseitig bespielbar sein, so Frohnapfel, für Märkte, Feste oder Public Viewing. Dafür wird es Strom- und Wasseranschlüsse geben ebenso wie Sitzgelegenheiten, die auch für ältere und behinderte Menschen bequem sein sollen, so Röken.

Die Stadtteilvertreter waren begeistert. „Ein großartiger Plan für einen attraktiven Rückzugsbereich in der Stadt“, sagte Christian Schnittker (Grüne), Ortsvorsteher des Stadtteils Mitte. Auch Mario Lang (SPD), stellvertretender Ortsvorsteher aus dem Vorderen Westen, war angetan vom „Stadtplatz Annastraße“, so der Arbeitstitel. Lang lobte den Beteiligungsprozess, der sich über zwei Jahre erstreckt hatte und dazu führe, dass die Planung auf große Akzeptanz stößt.

Gesamtumbau kostet 3 Mio. Euro

Die Kosten für den gesamten Umbau der "Grünen Banane" (13.000 Quadratmeter Fläche) belaufen sich auf drei Millionen Euro. Sie werden zu einem Viertel von der Stadt und zu drei Vierteln mit Fördermitteln von Land und Bund finanziert. Neben dem südlich der Friedrich-Ebert-Straße gelegenen Platz soll auch das 300 Quadratmeter große Areal nördlich der Ebert-Straße gestaltet werden.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.