Exotische Speisen aus aller Welt

Street Food Festival in Kassel: Wurm mit Knoblauch und Cannabis-Wein

Kassel. Wer auf das Street Food Festival im Stadthallengarten (Kongress Palais) geht, sollte einen experimentierfreudigen Gaumen haben. Denn einfallsloses Essen gibt es dort nicht.

An über 60 Ständen und „Food Trucks“ gibt es ausgefallene Speisen aus aller Welt. Unsere Höhepunkte:

Ob tibetische Teigtaschen, Cannabis-Wein, Afrikanische Heuschrecken, deftige Burger oder Käsekuche kombiniert mit Salzbrezeln – gewöhnlich ist hier nichts. Auch viele vegane und vegetarische Speisen werden angeboten.

Erstmals wird das Street Food Festival von der Magdeburger Agentur Street Art ausgerichtet. Während man sich das Essen auf der Zunge zergehen lässt, sorgt Livemusik für Unterhaltung auf dem Festgelände. Alles zu den Öffnungszeiten, die Eintrittspreise und viele weitere Informationen haben wir auf Kassel Live gesammelt.

An vielen Ständen darf man aber erst einmal probieren, bevor man sich etwa eine Portion Heuschrecken bestellt, und es schmeckt dann nicht. Das haben wir gestern gemacht. Unsere Höhepunkte:

Crunch Potato und Potato Locken

Chips, frisch mit einem Bohrer zubereitet, gibt es am Stand Potato Ink. „Die Chips schneiden wir mit Hilfe einer Bohrmaschine zu“, erklärt Mitarbeiter Dominik. „Das geht schneller.“ Die Potato Locks, also Chips, werden aus Kartoffeln oder Rote Beete zubereitet und in Pflanzenfett frittiert. Dann gibt es noch die Crunch Potatos, ebenfalls aus Kartoffeln. „Doch das Rezept verrate ich nicht“, sagt Dominik. „Das ist ein Geheimnis.“ Für die große Portion kann noch zwischen Toppings ausgewählt werden: Mexican Style (übrigens vegan), Best Cheese oder Hot Chilli Cheese. „Ich empfehle die Cheese Soße. Käse geht immer.“ Eine Portion ist ab 5 Euro erhältlich, zahlt man einen Euro mehr, kann man sich ein köstliches Topping aussuchen.

Cannabis-Südfrucht-Wein
Ausgefallener Wein muss auch in einer außergewöhnlichen Flasche serviert werden: In formschönen Elixierflasche schmeckt der Cannabis-Wein gleich doppelt so gut. Mit einem Alkoholgehalt von 12,5 Prozent und einem THC-Gehalt (Rauschbewirkender Bestandteil der Hanfpflanze) von weniger als drei Prozent, ist es vor allem die prägnante Pfirsichnote, die den Gaumen reizt. 

Street-Food-Festival in Kassel 

Am Beerenwein-Stand von Kai Markus gibt es aber nicht nur ausgefallene Weinsorten zu kosten, sondern auch abenteuerliche Liköre und Schnäpse. Vom süßen Erdbeer-Sahne-Likör bis hin zu Wein in Totenkopfflaschen, gibt es an dem Stand viel zu entdecken. Die Preise variieren zwischen 6 bis 12 Euro pro Flasche. Der Cannabis-Wein kostet 6 Euro.

Mini-Pancakes aus Holland
Ein Muss für alle Naschkatzen: die Dutch-Poffertjes. Sie sehen nicht nur unfassbar lecker aus, sie schmecken auch unglaublich gut. Die Mini-Pfannkuchen kommen aus Holland und machen sich derzeit einen Namen auf Europas Streetfood-Festivals. Der Teig wird wie normaler Pfannkuchenteig zubereitet, Eier sind ber aber nicht enthalten. Anschließend werden sie in sogenannten „Poffertjes“ leicht angebraten. Mit Nutella übergossen, süßen Früchten verziert und Puderzucker bestreut sind die kleinen Häppchen auch ein Hingucker. Kalorien sollte man hier aber lieber nicht zählen. In Holland werden sie gerne in der kälteren Jahreszeit zubereitet. Ein Poffertje-Schälchen mit Erdbeeren, Nutella und Puderzucker kostet 3,50 Euro.

Heuschrecken und Mehlwürmer
Wer dieses Gericht probieren möchte, braucht noch eine Protion Mut. Die Afrikanischen Heuschrecken und Mehlwürmer gibt es bei dem Stand Dr. Bob’s in zwei Varianten: Frittiert oder geröstet. Inhaber Christian Kohl verfeinert die Insekten mit verschiedenen Soßen, etwa Knoblauchsoße, Erdnusscreme, Kräuteröl oder Sweet Chilli Soße. „Dann einfach rein in den Mund und kauen, es ist nicht schlimm“, sagt Kohl. Die Heuschrecken werden natürlich nicht mit Flügeln und Beinen verspeist, die kommen vorher alle runter. Besonders kurios: Für alle, die eher Süßes mögen, gibt es den Mehlwurm auch in einem Lutscher, der erhätlich ist für 3,50 Euro. Heuschrecken oder Mehlwürmer gibt es ebenfalls ab 3,50 Euro.

Archiv-Video: Das Street-Food-Festival 2015

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