Nach Beschwerden

Vandalismus und Ruhestörung: Großer Polizeieinsatz in Kasseler Goetheanlage

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Auch am Freitagabend floss laut Polizei reichlich Alkohol: 25 Polizisten waren in der Goetheanlage im Einsatz, weil es wieder Beschwerden über Jugendliche in dem Park gegeben hatte.

Ruhestörung, Sachbeschädigung, Vandalismus und vereinzelte Gewaltdelikte: In jüngster Zeit gibt es immer wieder Beschwerden über Gruppen, die an den Wochenenden in der Kasseler Goetheanlage auffallen. 

Das teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit.

So geschehen auch am vergangenen Freitag, wo die Polizei konsequent eingegriffen hat und mit rund 25 Beamten vor Ort war. 

Schon am frühen Abend habe es erneut mehrfach Beschwerden aus der Bevölkerung über eine große und anwachsende Personengruppe junger Menschen in der Goetheanlage gegeben. Die Anwohner beschwerten sich über Lärm, Müll sowie über das Zünden von Feuerwerkskörpern und Raketen.

Mit Blick auf ein schweres Raubdelikt, das am Freitag, 19. Oktober, in der Goetheanlage begangen worden war, habe die Polizei an diesem Freitag von Beginn an starke Präsenz gezeigt. Vor knapp drei Wochen hatte eine Gruppe von mehreren Personen zwei 17-Jährige aus Kassel mit einem Messer bedroht. Die beiden Opfer erlitten Prellungen und Schürfwunden. Letztendlich erbeuteten die Täter dabei nur 5 Euro.

Am vergangenen Freitag seien die Beamten auf eine Gruppe von rund 70 Personen getroffen, bei der reichlich Alkohol geflossen sei. Die Polizisten hätten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesprochen, so Mänz. „Mit dem Ziel, die Vernünftigen in Gesprächen auf die Probleme aufmerksam zu machen und Unvernünftige frühzeitig zu erkennen.“

Als nach der Erteilung von Platzverweisen gegen Personen, die offenbar weiterhin nur Randale und eine Eskalation im Sinn hatten, einige junge Menschen „aus der scheinbaren Anonymität der großen Gruppe heraus“ zu randalieren anfingen und mehrere Mülltonnen umwarfen, seien die Beamten konsequent eingeschritten.

Rund ein Dutzend Streifen der Kasseler Polizei waren im Einsatz und stellten zahlreiche Personalien fest. Sie verwiesen uneinsichtige Personen des Ortes und hätten das weitere Geschehen bis tief in die Nacht im Auge behalten, so Mänz. „So verhinderten die Beamten, dass es aus der Gruppe heraus zu weiteren Ausschreitungen kam.“

Am Samstagabend habe die Polizei erneut Präsenz in der Goetheanlage gezeigt. Durch die frühzeitige Feststellung der Identitäten von Personen bei sich andeutenden Eskalationen sowie die Erteilung von Platzverweisen sei es gelungen, dass in dieser Nacht Beschwerden aus der Bevölkerung weitestgehend ausgeblieben seien.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten die Goetheanlage auch immer im Blick, seien an dem Einsatz am Freitag aber nicht beteiligt gewesen, so Stadtsprecher Michael Schwab. Sofern die Polizei der Stadt „ordnungswidrigkeitsrelevante Tatbestände“ mitteile, werde man gegen einzelne Störer Bußgeldverfahren einleiten. 

Hier befindet sich die Goethanlage in Kassel:

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