Viele Staus im Westen sorgen für Ärger

Die vielen Baustellen machen Firmen in Kassel zu schaffen

Kassel. Gleich mehrere parallel laufende Baustellen sorgen im Kasseler Westen aktuell für Staus. Nicht nur Pflegedienste, Taxifahrer und Handwerksbetriebe geraten deshalb oft in Zeitnot.

Die Betriebe würden mitunter täglich eine Stunde im Verkehr verlieren, sagt der stellvertretende Kreishandwerksmeister Georg Wolf. Für den Verdienstausfall komme niemand auf. Deshalb fordere die Kreishandwerkerschaft eine bessere Baustellenkoordination.

Eine schlechte Erfahrung mit der Baustellenplanung hat jüngst auch das Rote Kreuz in Kassel gemacht. „Zwei Tage bevor die Loßbergstraße voll gesperrt wurde, fiel den Verantwortlichen auf, dass sich in dem Abschnitt unsere Rettungswache befindet. Das darf eigentlich nicht passieren“, sagt Holger Gerhold-Toepsch, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Kassel-Wolfhagen. Es sei kurzfristig eine Lösung gefunden worden.

Die Baustellen seien ansonsten für die Rettungswagen weniger ein Problem, weil diese sich durch Blaulicht Platz verschaffen könnten. „Mehr Probleme haben wir im Bereich der ambulanten Pflege. Da machen fünf bis zehn Minuten Verspätung eine Menge aus“, sagt Gerhold-Toepsch.

Taxis haben Probleme im Kasseler Westen

Auch das Taxigewerbe ist betroffen. „Meine Kollegen kennen zwar einige Schleichwege. Aber wenn sie nachmittags über die Kohlenstraße oder Bertha-von-Suttner-Straße fahren, da herrscht Land-unter“, sagt Markus Semmelroth, Chef der Taxi-Service-Zentrale Kassel. Kunden würden gebeten, mehr Puffer bei ihren Fahrten einzuplanen.

Häufige Staus verursachen derzeit die Baustellen Druseltalstraße, Wilhelmshöher Allee, Sternbergstraße und A 44, zwischen Kreuz Kassel-West und Anschlussstelle Wilhelmshöhe.

Das Straßenverkehrsamt weist die Vorwürfe zurück. Alle Baustellen würden langwierig und intensiv geplant und abgestimmt. Ohne Einschränkungen sei Bauen nicht möglich. 

Video: Großbaustelle Kassel

Hier sorgen Bauarbeiten noch länger für Behinderungen:

Rubriklistenbild: © Ludwig/Archiv

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