Drei Millionen Euro für mehr Aufenthaltsplätze

Der Vordere Westen wird grüner: Umgestaltung der Banane

Die Grüne Banane im Blick: Das Areal zwischen Albert-Schweitzer-Schule (links) und Königstorschule (rechts) wird ab Frühjahr 2016 umgebaut. Ziel ist ein innerstädtischer Grünzug mit Aufenthaltsqualität. Foto: Schachtschneider/Charterflug Nico Knabe

Kassel. Große städtebauliche Veränderungen geschehen zurzeit im Vorderen Westen. Neben dem Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße zum Boulevard bis Ende 2015 steht außerdem die Umgestaltung des Areals zwischen Albert-Schweitzer-Schule im Norden und Königstorschule im Süden an, der so genannten Grünen Banane.

Für drei Millionen Euro entsteht hier auf insgesamt 13.000 Quadratmetern Fläche ein neugestalteter innerstädtischer Grünzug mit Plätzen und anderen Aufenthaltsorten für die Menschen im Stadtteil. „Wir beginnen mit den Arbeiten im Frühjahr 2016, wenn der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße abgeschlossen ist“, sagt Carlo Frohnapfel vom Kasseler Stadtplanungsamt. „Sonst würden wir ja an dieser Stelle das Quartier in die Zange nehmen.“

Die Umgestaltung geschieht im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Aktive Kernbereiche“, weshalb die Arbeiten zu einem Viertel von der Stadt und zu Dreivierteln mit Fördermitteln von Land und Bund finanziert werden.

Stellplätze bleiben

„Grüne Banane“ wird dieses Areal diesseits und jenseits der Friedrich-Ebert-Straße aufgrund seines gekrümmten Grundrisses genannt. Zunächst haben sich die Stadtplaner die Aufgabe gestellt, den zuletzt nur wenig beachteten Bereich mit seinen Gestaltungsmöglichkeiten ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen.

Es sollen mehr Flächen mit Grün und eine hohe Aufenthaltsqualität – mehr Platz für Menschen – entstehen. Gleichzeitig würden alle Stellplätze erhalten bleiben.

Carlo Frohnapfel

Vor zwei Jahren haben zwei Büros mit der Planung begonnen. Auch das Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße ist unter anderem mit der Moderation einer breiten Bürgerbeteiligung einbezogen.

Viele Vorstellungen der Bürger seien seitdem in die Planungen aufgenommen worden, sagt Frohnapfel. Beispielsweise die, dass jetzt südlich der Friedrich-Ebert-Straße ein Areal für einen Wochenenmarkt angelegt werden soll.

Nachdem in den vergangenen Tagen im Bereich Grüne Banane mehrere Bodenproben entnommen worden sind, werden zurzeit die geologischen Gutachten erstellt. „Wir haben es hier ja mit einer großflächigen Bauschuttaufschüttung zu tun“, sagt Carlo Frohnapfel: „Bevor mit Bauen begonnen werden kann, müssen die Bodenuntersuchungen abgewartet werden.“

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