Geschäftsleute hatten auf der Friedrich-Ebert-Straße eingeladen

Vorrang für Tausende von Flaneuren beim Quartierfest in Kassel

Tausende unterwegs: Auch die Friedenskirche wurde gut besucht zum Quartierfest im Vorderen Westen. 

Noch bunter, noch fröhlicher, noch belebter und noch besser besucht als bereits im vergangenen Jahr hat sich das Quartierfest am Samstag gestaltet.

Kaum war das Fest im Vorderen Westen um 17 Uhr offiziell eröffnet, da tummelten sich auch schon die ersten Trauben von Besuchern auf der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Bebelplatz und Annastraße.

Es war zum zweiten Mal, dass ein junges Team aus anliegenden Geschäften – Soki, viermalvier, Wild Wood Gallery und Store sowie die Werbeagentur Moon Toon Studios – das Fest ehrenamtlich organisiert hatte. „Wir haben vorher an alle teilnehmenden Geschäftsleute appelliert: Seid kreativ, lasst euch was einfallen und es hat geklappt“, sagt Kira Kimm vom Mode-Label und Store Soki.

Dass zum zweiten Mal in Folge zum Quartierfest keine Autos und auch keine Trams auf der Friedrich-Ebert-Straße fuhren, hat am Charme und am Erfolg der Veranstaltung einen großen Anteil gehabt. Die Straße gehörte den Flaneuren und Bummlern.

Familie Nguyen bereitete Frühlingsrollen zu: Doreen, Thank, Thu, My, Fabi, Dung, Lucas und Clara (von links).

Das Ergebnis: ein wirklich gelungenes Straßenfest. Tausende Menschen jeden Alters kamen. Das Wetter sorgte für Urlaubsflair. Nicht nur ein riesiges Angebot an Live-Musik und Kulinarischem konnten die Besucher genießen – sie erlebten einen Abend der offenen Türen in den Geschäften an der Ebert-Straße, die sich eine Menge Schmeckewöhlerchen und Überraschungen für ihre Kunden ausgedacht hatten. Manch einer entdeckte und betrat ein Geschäft, das er vorher nur vom Sehen kannte. Aber natürlich waren auch die Stammkunden unterwegs, von denen viele, etwa bei „Patrizia und Design“, mit Namen begrüßt wurden.

Es gab eine Vernissage mit zauberhaften Druckarbeiten von Rita Fürstenau bei Rotopol und eine mit Kerzen beleuchtete Friedenskirche, die bis spät in die Nacht ihre Türen weit geöffnet hatte und den Menschen eine Ruheinsel im Fest bot. „Viele Menschen setzen sich einfach still in die Kirche, um innezuhalten“, sagte Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath.

Autofrei: Menschen jeden Alters kamen zum Quartierfest im Vorderen Westen.

Viele Angebote der Geschäftsleute hatten eine persönliche Note, beispielsweise, wenn die ganze Familie von Thu Nguyen von La Facon Friseur und Kosmetik für die Gäste Frühlingsrollen zubereitete.

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