Rundweg für Familien im Vorderen Westen

Weitere Station der Osterrallye verwüstet: Initiatoren wollen am Angebot festhalten

Hat die Station in der Goetheanlage repariert: Jeremias Heberer vom Baumhaus für Kinder.
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Hat die Station in der Goetheanlage repariert: Jeremias Heberer vom Baumhaus für Kinder.

Dass Vandalismus zum Problem für die Osterrallye werden könnte, hatten die Initiatoren im Vorfeld befürchtet. Trotzdem hatte Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath gehofft, dass sich die Unzufriedenheit, die mit der aktuellen Corona-Situation einhergeht, weniger stark auswirkt.

Der Pfarrer vermutet nämlich, dass das die Ursache für den Vandalismus sein könnte, dem schon zwei Stationen zum Opfer gefallen sind. Nachdem bereits in der Nacht zu Samstag die Station am Tannenwäldchen von Unbekannten zerstört wurde, sind nur einen Tag später auch Teile der Station in der Goetheanlage abgerissen und in ein nahegelegenes Gebüsch geworfen worden. „Es stimmt mich sehr traurig, wie wenig Respekt Menschen einer solchen Aktion entgegenbringen“, sagt der Pfarrer, der mit vielen anderen die sieben Stationen in Form eines Rundwegs aufgebaut hat. „Besonders beklagenswert ist die Zerstörung auch, weil es an der Station in der Goetheanlage um das Thema Freundschaft gehen soll. Der Satz „Freundschaft bedeutet für mich …“ soll hier von den Besuchern vervollständigt werden. Die Zerstörung habe am Sonntag ein Vater mit seiner Tochter entdeckt. Carsten Köstner-Norbisrath fragt sich, wie man die Zerstörungswut Kindern nachvollziehbar erklären kann, wenn sie schon Erwachsene fassungslos macht.

„Die derzeitige Situation in der Pandemie ist für keinen leicht“, sagt der Pfarrer. Er will niemanden anklagen und kann auch verstehen, dass gerade Jugendliche in der Pandemie nicht wissen, wohin mit sich und daher möglicherweise auf dumme Gedanken kommen. Aber für Familien sei die derzeitige Situation genauso schwierig und gerade deshalb habe man eben dieses Angebot geschaffen. In den vergangenen Tagen habe es schon viele positive Rückmeldungen gegeben.

Auch deshalb wollen die Initiatoren der Osterrallye an der Aktion festhalten. Die zerstörten Aktionen sind bereits wieder aufgebaut worden. Auch zukünftig soll das der Fall sein, auch wenn man natürlich hofft, dass jetzt erst mal nichts passieren wird.

Jeremias Heberer, Praktikant im Anerkennungsjahr im „Baumhaus für Kinder“, hat die Station in der Goetheanlage, die von der Kita betreut wird, am Montagmittag repariert. Auch er ist fassungslos: „Da muss jemand die Schrauben wirklich mit viel Gewalt herausgerissen haben.“  

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