Bauarbeiten abgeschlossen

Für 106 Mio. Euro: Klinik strahlt in neuem Glanz

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Aufbruch in die Zukunft: Am Diakonissen-Krankenhaus ist das Ende der Umbauarbeiten gefeiert worden. Unser Foto zeigt den Haupteingang an der Herkulesstraße 34.

Vorderer Westen. „Aus Alt haben wir Neu gemacht.“ Unter diesem Motto stand die Feier zum Abschluss des 2. Bauabschnitts des Diakonissen-Krankenhauses Kassel.

Es gehört zu den Agaplesion-Diakonie-Kliniken und steht an der Kreuzung Kirchweg / Goethestraße. Nach drei Jahren Bauzeit ist das neue Bettenhaus mit 174 Betten seiner Bestimmung übergeben worden. Kosten. 22,5 Millionen Euro. Bereits im März war hier die Altersmedizin aus dem Burgfeld-Krankenhaus, das von den DKK nicht mehr betrieben wird, auf zwei Stationen eingezogen.

Was an dem gestrigen „bedeutenden Tag“, so Klinik-Geschäftsführer Jens Wehmeyer, auch gefeiert wurde, ist der Abschluss eines großen Kraftakts, der vor 15 Jahren mit der visionären Idee, drei Kliniken an einem Ort zu vereinen, seinen Anfang nahm. Daraufhin begannen die Umbau- und Sanierungsarbeiten am heute gemeinsamen Standort, dem Diakonissen-Krankenhaus im Vorderen Westen. Insgesamt 106 Millionen Euro Bausumme – zu 90 Prozent vom Land, gefördert – sind in die Arbeiten am Standort Herkulesstraße 34 investiert worden.

Wichtig und richtig

Jörg Marx

Dies sei eine wichtige und richtige Investition in die Zukunft gewesen, sagte gestern Jörg Marx vom Vorstand des Klinikträgers, der Agaplesion gemeinnützigen AG in Frankfurt. Die Bündelung von drei kleineren Kliniken (Diakonissen- und Burgfeld-Krankenhaus sowie Frauenklinik Dr. Koch) mit dem Komplettangebot an einem Standort sei ein notwendiges und vorteilhaftes Modell. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, der Investitionsstau ist aufgelöst“, so Marx.

Die Gewinner der Umstrukturierung seien langfristig die Patienten, sagt der medizinische Geschäftsführer der Klinik, Dr. Ulrich Vetter, denn im Zuge der Arbeiten an Um- und Neubauten wurde das Krankenhaus unter dem Gesichtspunkt der kurzen Wege räumlich völlig neu zugeschnitten.

Alles neu: Oberärztin in der Kardiologie, Inna Schnegelberger, in neuen Räumen.

So befindet sich im Flügel am Kirchweg, wo die zentrale Notaufnahme angesiedelt ist, unter anderen die Abteilungen Kardiologie und Gefäßmedizin. Ebenfalls in räumlicher Nähe dazu gibt es zwei neue Abteilungen, die Besonderheiten sein dürften: Die Barriere-Station, in der isolierpflichtige Patienten mit chronischen Wunden zum Schutz vor Keimverschleppung untergebracht sind, und die IMC-Station. Dahinter verbirgt sich der Begriff „Intermediate-Care“ und bedeutet Intensivüberwachungspflege. Sie richtet sich an Patienten, die zwar nicht künstlich beatmet aber dennoch intensiv überwacht werden müssen.

Die Klinik mit ihren 750 Mitarbeitern sei jetzt rundum erneuert und modernisiert, so Wehmeyer. Im Herbst werden auch insgesamt sechs Chefarztpositionen neu besetzt sein.

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