Erster Konzeptladen eröffnete 2011

Neueröffnung: Wild Wood geht mit zweitem Standort im Vorderen Westen an den Start

Vor ihrem neuen Laden: die Wild-Wood-Inhaber Fabian Hilbich (links) und Steve Marshall.
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Vor ihrem neuen Laden: die Wild-Wood-Inhaber Fabian Hilbich (links) und Steve Marshall.

Hippe Klamotten-Labels, stylische Accessoires und kunstvolle Deko: Dafür kennen Kunden den Wild Wood Gallery & Store in Kassel. Jetzt kommt ein zweiter dazu.

Kassel – Noch sind die Fenster abgehangen, die Wände weiß und die Regale leer. „Spätestens am Freitag wird es aber bunt hier“, sagt Fabian Hilbich. Er ist gemeinsam mit Steve Marshall Inhaber des Wild Wood Gallery & Store. Ab Freitag heißt es dann: Aus eins mach zwei. In Rufweite ihres ersten Ladens in der Friedrich-Ebert-Straße 99 entsteht in der Hausnummer 91 ein zweiter Standort mit neuen Produkten und Labels.

Der alte Standort, der seit 2011 besteht, wird dann nur noch Wild Wood Store heißen – der neue übernimmt den Zusatz Gallery. Damit wird schon deutlich, wie sich beide Läden unterscheiden sollen: „Im Store bleiben die Klamotten und Accessoires wie Mützen und Caps. In der Gallery geht es eher um Kunst, Mobiliar und Schmuck“, erklärt der 36-Jährige, der nicht zu viel verraten möchte. „Die Leute sollen das selbst entdecken. Und wer nicht fündig wird, den schicken wir einfach rüber.“ Marshall ergänzt: „Unsere Stammkunden werden sich schnell zurechtfinden.“

Konzeptladen aus Kassel bekommt Bestellung aus der ganzen Welt

Auf ihre Stammkundschaft konnten die beiden auch während der Corona-Pandemie zählen, hinzu kam ein gut laufendes Geschäft im eigenen Onlineshop. „Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir schon seit ein paar Jahren viel Arbeit in den Onlineshop gesteckt haben“, sagt Hilbich. Bestellungen bekommen sie mittlerweile von der ganzen Welt. Wie schafft das ein kleiner Konzeptladen aus einer mittelgroßen deutschen Stadt? „Wir haben besondere Produkte im Angebot, die man nicht überall findet.“ Besonders Kunstdrucke, etwa von international bekannten Tätowierkünstlern, seien auch international gefragt.

Das Sortiment lässt sich nicht auf wenige Schlagwörter runterbrechen. Das Konzept schon: designorientiert, möglichst nachhaltig und von europäischen wie regionalen Manufakturen und Labels. Die Palette reicht von hippen Klamotten über hochwertige Einrichtungsgegenstände bis hin zu Postern, Rucksäcken und Seifen. „Viele Leute kommen auf der Suche nach Geschenken zu uns und werden auch fündig“, sagt Marshall (37). Weil die beiden ehemaligen Studenten der Kasseler Kunstuni mittlerweile Väter geworden sind, soll es jetzt auch coole Klamotten und Spielsachen für die ganz Kleinen geben.

Kassel: Vorderer Westen „ist ein richtiger Kiez geworden“

Schon länger hätten die Geschäftspartner über einen weiteren Standort nachgedacht. „Dass der erste Laden erhalten bleibt, war aber immer klar“, stellt Hilbich klar. Marshall berichtet: „Im vergangenen Herbst ist es dann konkret geworden mit dieser tollen Immobilie an der Ecke zur Querallee.“ Beide arbeiten parallel als freiberufliche Grafikdesigner, Hilbich ist sogar noch Co-Chef der King Schulz Bar am Königstor. Mitten im Lockdown über eine Erweiterung nachzudenken erfordert Mut. „Wir konnten über die Jahre glücklicherweise Reserven aufbauen, die uns jetzt geholfen haben“, sagt Marshall.

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Mit der Wild Wood Gallery bekommt die Flaniermeile weiteren Zuwachs. Hilbich und Marshall haben, neben ihres Geschäfts, auch mit der Organisation von Quartierfesten zu Belebung im Viertel beigetragen. „Hier kann man mittlerweile gut wohnen, arbeiten, einkaufen, essen und trinken“, sagt Marshall. „Es ist ein richtiger Kiez geworden“, ergänzt Hilbich. (Von Gregory Dauber)

Vorläufige Öffnungszeiten beider Geschäfte: Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr.

Auch „Soki“ aus Kassel hat einen zweiten Laden in der Innenstadt eröffnet. Darüber hinaus hat ein ehemaliger Häftling ein Tattoo Studio in Kassel eröffnet.

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