Hilgen: Kassel-Boom ist keine Eintagsfliege

Vorfreude aufs Festjahr: Über 1000 Gäste im Rathaus

Charmante Botschafterinnen: Zisselprinzessin Sonja Kupczyk (von links), Hessentags-Repräsentantin Alexandra Berge und Fullenixe Fraya Schütz machten Lust auf die vielen Feste in diesem Jahr. Fotos: Schachtschneider

Kassel. Kassel ist top - so lautete die Botschaft beim Neujahrsempfang der Stadt, zu dem am Samstag über 1000 Gäste ins Rathaus kamen. Nicht nur auf der Landkarte, wie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier befand, stehe Kassel ganz oben: Auch sonst spiele die Stadt in der ersten Liga mit.

„Hier brummt’s, und zwar wie noch nie.“ Neben dem wirtschaftlichen Aufschwung könne Kassel stolz auf seine kulturellen Schätze sein, die aber noch deutlicher ins Licht gerückt werden müssten. „Kassel muss als Kunst- und Kulturstandort europäischen Ranges wahrgenommen werden.“

Ein Kompliment an die Kasseler schob er auch noch nach: Sie seien durchaus fröhlich und könnten feiern, von einem herben Menschenschlag, wie manche meinen, könne keine Rede sein. Auch sonst waren nur freundliche Worte zu hören - dem Superwahljahr zum Trotz.

Feiern können die Kasseler in diesem Jahr zur Genüge. Der 1100. Stadtgeburtstag, der Hessentag, 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Grimms - 2013 reiht sich ein Ereignis an das andere. „Wir werden wie zur documenta gute Gastgeber sein“, versicherte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. 1,5 Millionen Gäste werden allein zum Hessentag in Kassel erwartet. Freuen könnten sich die Kasseler im Juni auch auf das neue Auebad - das schönste Hallenbad zwischen Hannover und München. Nun müsse nur noch der Bergpark Welterbe werden.

„Ich freue mich auf ein Jubiläumsjahr voller Höhepunkte“, sagte Hilgen. Er sei gespannt auf die Begegnungen der Generationen und Kulturen. Kassel habe genug vorzuweisen, um selbstbewusst ins neue Jahr zu gehen. „Der Kassel-Boom ist keine Eintagsfliege.“ Unter Deutschlands Städten sei der Anteil der Hartz-IV-Empfänger hier am stärksten gesunken. Kassel belege damit Platz eins im bundesweiten Vergleich und gehöre nach wie vor zu den dynamischsten Städten.

Neujahrsempfang der Stadt Kassel

Derart positiv gestimmt feierten die Gäste bis in den späten Abend den Start ins Jahr. Wem das dichte Gedränge auf dem Rathausflur zu viel wurde, ging zum Plaudern in den Bürgersaal. Empfangen worden waren die Gäste von den Musikern der Freien Turnerschaft Niederzwehren, die bei minus sieben Grad am Eingang tapfer aufspielten. Posaunenklänge draußen, Weltmusik mit der Band Via Dem, flotte Klänge des Casino Royal Quintetts und von Schülern der Musikakademie drinnen - auch musikalisch zeigte die Stadt ihre Vielfalt. (chr)

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