Auftakt Ende Juni im Gießhaus - Technikmuseum öffnet - Familientag auf ehemaligem Werksgelände Mittelfeld

Vorfreude auf den Henschel-Sommer

Die Keimzelle: Das Gießhaus gehört heute zur Universität.

Kassel. Wo könnte der Beginn des Henschel-Sommers besser gefeiert werden als im Gießhaus der Universität? In dem kuppelförmigen Gebäude, das das Symbol für den Aufstieg einer Familienwerkstatt zum Weltunternehmen und größten Arbeitgeber Kassels ist. Die Firma Henschel wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Dieser außergewöhnliche Geburtstag soll mit einem außergewöhnlichen Programm gefeiert werden.

Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Von Ende Juni bis Ende August soll Kassel einen Henschel-Sommer mit zahlreichen Höhepunkten erleben.

„Wir setzen auf das Interesse der Menschen an Technik und Stadtgeschichte“, sagt Ewald Griesel, der Vorsitzende des Vereins Technikmuseum Kassel und Koordinator der Aktivitäten rund um den Henschel-Geburtstag.

30 000 Besucher erwartet

Von den Firmen auf den ehemaligen Henschel-Standorten (unter anderem Bombardier, Rheinmetall und Mercedes-Achswerk) über die Universität, die KVG, Stadtmuseum, Gartenamt, vhs und Kassel Tourist arbeiten viele an einem Programm, dessen Höhepunkt schon feststeht. Am Wochenende 28. und 29. August soll auf dem Gelände Mittelfeld (Nordstadt) ein Familientag stattfinden. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 30 000 Besuchern.

Schwerpunkt Lokomotiven

Am genauen Programm wird noch gefeilt. Historische und moderne Lokomotiven werden aber einen Schwerpunkt bilden.

Zum Auftakt des Henschel-Sommers wird das Depot des Technikmuseums (Werk Rothenditmold) dauerhaft seine Tore für Besucher öffnen. Gemeinsam mit dem benachbarten Henschel-Museum (Wolfhager Straße 108) soll hier die ganze Bandbreite der Henschelprodukte von Lokomotiven über Kessel und Motoren bis zu Werkzeugen und Lkw präsentiert werden. Im Südflügel des Kulturbahnhofs bereitet das Stadtmuseum ebenfalls ein Ausstellung zur Henschel-Geschichte vor. In Arbeit ist ein Henschel-Stadtplan, der Anregungen für Spaziergänge und Ausflüge geben soll. Zum Beispiel im Bergpark, wo mit der Teufelsbrücke und der Kuppel des Gewächshauses Henschel-Technologie in filigranen Gießarbeiten zu bewundern ist.

Vom Auftritt des Henschel-Chors bei der Auftaktveranstaltung bis zum Grußwort von Werner P. Henschel bis zum Vortrag im Rot-Kreuz-Krankenhaus (dessen Grundstein hat Sophie Henschel mit einer großzügigen Spende gelegt) bis zu vhs-Veranstaltungen reicht das vorläufige Programm.

Auf www.hna.de/wiki finden Sie weitere Informationen zu Henschel. Die HNA-Serie „200 Jahre Henschel in Kassel“ wird fortgesetzt.

Von Thomas Siemon

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