Ältere Menschen sind besonders gefährdet - Gesundheitsamt rät: Besser den Schatten suchen

Vorsicht: Es wird tierisch heiß

Willkommene Erfrischung: Rottweiler Carlos genießt den kühlen Wasserstrahl. Archivfoto:  R. Berger

Kassel. An diesem Wochenende können wir den Sommer noch einmal richtig genießen. Auf über 30 Grad wird das Thermometer in den nächsten Tagen steigen. Da ist eine Abkühlung im Freibad oder im Bugasee eine herrliche Erfrischung. Doch Vorsicht: Heiße Tage können auch zur Gefahr für den Körper werden.

Grundsätzlich sei Hitze für gesunde Erwachsene kein Problem, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, Dr. Karin Müller. Sie schwitzen und merken, wann sie Durst bekommen. Für kleine Kinder sowie kranke und alte Menschen aber kann die Hitze gefährlich werden. „Im Sommer kommt es immer wieder zu Krankenhauseinweisungen von alten Menschen“, sagt die Medizinerin. Der Flüssigkeitsmangel könne sich durch Verwirrtheit, Schlappheit und auch schwere Kreislaufprobleme äußern.

Deshalb rät die Ärztin: • Vor allem in der Mittagshitze sollte man sportliche Anstrengungen und schwere körperliche Arbeiten vermeiden. • Wer nach draußen geht, sollte einen Kopfschutz (vor allem Kinder und ältere Menschen) und geeignete luftige Kleidung tragen. • Bei Aufenthalten im Freien - auch im Schatten - sollte man die Haut gut mit Sonnencreme mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 20) schützen. Vor allem nach dem Schwimmen das Nachcremen nicht vergessen. • Weil der Körper durch das Schwitzen Flüssigkeit und Mineralien verliert, ist es wichtig, ausreichend zu trinken. • 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sollte man täglich trinken - vorausgesetzt es spricht keine Erkrankung dagegen. • Die besten Durstlöscher sind Mineralwasser, Säfte, Kräuter- und Früchtetees. Wer sich bei der Kirmes oder einem Sommerfest ein bis zwei Bierchen gönnt, sollte zwischendurch Wasser trinken. • Auf schwere Gerichte und tierische Fette sollte man jetzt besser verzichten, günstiger sind Obst und Gemüse. • Säuglinge, kleine Kinder und Haustiere sollte man keinesfalls in geparkten Autos sitzen lassen. • Damit sich Wohn- und Arbeitsräume nicht zu sehr aufheizen, sollte man tagsüber die Fenster, Jalousien, Rollläden und Gardinen geschlossen halten. • Lüften sollte man ausgiebig, aber nur am frühen Morgen, abends und nachts.

„Angehörige und Nachbarn sollten besonders an heißen Tagen auf das Wohlergehen älterer Menschen achten“, appelliert die Gesundheitsamtschefin.

Darum kümmert sich auch die bundesweit einmalige Initiative Hitzetelefon. Bei diesem kostenfreien Service, der vom Gesundheitsamt koordiniert wird, informieren Schwestern des Diakonissenhauses unterstützt von Mitgliedern des Seniorenbeirats der Stadt die Nutzer noch bis zum 31. August über Hitzewarnungen und geben Tipps.

Infos zum Hitzetelefon: Kurhessisches Diakonissenhaus, Tel. 10 02 48 30. Gesundheitsamt der Region Kassel, Tel. 10 03 19 82, www.gesundheitsamt-kassel.de

Von Martina Heise-Thonicke

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