Vortrag über SS-Verbrecher Barbie in Kassel

Peter Hammerschmidt

Kassel/Breitenau. In Frankreich tauchte er kurz vor Kriegsende rechtzeitig unter, in Kassel als Kleinganove und Spion des US-Geheimdienstes CIC wieder auf.

Klaus Barbie, einer der berüchtigtsten Gestapo-Angehörigen während des Zweiten Weltkrieges, steht im Mittelpunkt eines Vortrages, der am Mittwoch, 7. September, um 19.30 Uhr in der Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen (Schwalm-Eder-Kreis) beginnt.

Referent ist der junge Historiker Peter Hammerschmidt, der unter anderem die nordhessische Phase von Barbies Leben an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz gründlich erforscht hat und aufsehenerregende Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit vorstellen will.

Klaus Barbie

Barbie wurden zahlreiche Verbrechen zur Last gelegt, darunter der Foltertod des Resistance-Führers Jean Moulin, das Massaker in St. Genis-Laval, die Verantwortung für die Deportation von 44 Kindern eines Waisenhauses ins KZ sowie zahllose Erschießungen. In Kassel und Nordhessen knüpfte Barbie nach Kriegsende ein Netzwerk alter Nazis und SS-Leute. Zu Ostern 1946 überfiel er mit zwei Kumpanen eine Familie an der Kasseler Parkstraße und machte sich mit dem Schmuck der Frau, einer Jüdin, davon.

Nach Jahrzehnten in Südamerika kam der so genannte „Schlächter von Lyon“ in Frankreich doch noch vor Gericht. Urteil 1987: Lebenslang. Barbie starb 1991 im Gefängnis an Krebs.

Der Eintritt in Breitenau ist kostenlos. (wrk)

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