Beschuldigter festgenommen

Corona-Testcenter in Kassel: Betrugsvorwürfe werden laut – Staatsanwaltschaft ermittelt

In Kassel und Baunatal soll mithilfe von Corona-Testzentren gewerbsmäßig betrogen worden sein.
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In Kassel und Baunatal soll mithilfe von Corona-Testzentren gewerbsmäßig betrogen worden sein.

In Kassel und Baunatal ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Betreiber zweier Corona-Testzentren.

Kassel/Baunatal – Es gibt erneut einen Betrugsvorwurf gegen einen Betreiber von zwei Corona-Testzentren in Kassel und Baunatal. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat am Montagvormittag (04.10.2021) auf Anfrage der HNA bestätigt, dass es ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges gegen den Inhaber von zwei Corona-Testzentren in Kassel und Baunatal gibt.

Die Ermittler der Kriminalpolizei haben laut Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, am Freitag (01.10.2021) die zwei Testzentren sowie weitere Geschäfts- und Privaträume des Beschuldigten durchsucht.

Betrugsvorwürfe: Um diese zwei Corona-Testzentren in Kassel und Baunatal soll es sich handeln

Die Staatsanwaltschaft gibt keine Auskunft darüber, um welche Testzentren es sich handelt. Der HNA liegen allerdings gesicherte Informationen vor, dass es sich um das Corona-Testzentrum in der Wilhelmsstraße 8 in Kassel und das Testzentrum, das bis Freitag im Baunataler Kino war, handelt.

Die Durchsuchungen waren von der Staatsanwaltschaft Kassel beantragt worden und dienten zur Auffindung von Beweismitteln, insbesondere von Dokumenten und Unterlagen in schriftlicher oder digitaler Form, so Thöne. Dementsprechend hätten die Kriminalbeamten Schriftstücke und Datenträger sichergestellt. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Kassel: Betreiber von Corona-Testzentren soll Geld in unbekannter Höhe kassiert haben

Der Beschuldigte ist anfänglich verdächtig, ab April 2021 als Inhaber der Testzentren Leistungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als Zahlstelle in noch unbekannter Höhe zu Unrecht abgerechnet zu haben. Für die Monate April bis Juni 2021 abgerechneten Tests habe der Inhaber der Testzentren von der KV bereits Geld in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrages erhalten, wobei der Anteil der mutmaßlich zu Unrecht abgerechneten Leistungen auf mindestens 52.000 Euro geschätzt wird.

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In dieser Höhe hat der am Amtsgericht Kassel zuständige Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen sogenannten Vermögensarrest angeordnet, welcher der Sicherung eventuell vorhandenen Vermögens bei dem Beschuldigten dienen soll. (Ulrike Pflüger-Scherb)

Bereits im Juli ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen mutmaßliche Betrüger, die mithilfe von Corona-Testzentren über eine Million Euro zu Unrecht abgerechnet haben sollen. Auch bei Corona-Impfausweisen warnt die Polizei vor Betrug - so kann man sich schützen.

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