Vorwurf "gewerbsmäßiger Betrug": Neue Anklage gegen Mehmet Göker

Mehmet Göker

Kassel. Ex-MEG-Chef Mehmet Göker (32) hat wieder Ärger mit der Justiz. Die Kasseler Staatsanwaltschaft hat den 32-Jährigen erneut angeklagt. Der Vorwurf dieses Mal: gewerbsmäßiger Betrug.

Ebenfalls angeklagt werden der frühere MEG-Fuhrparkleiter Thomas H. und seien Frau Astrid. Auch ihnen wirft die Staatsanwaltschaft gewerbsmäßigen Betrug vor. Die Anklageschrift wurde den Betroffenen jetzt vom Amtsgericht zugestellt.

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Mehmet Göker und Thomas H. kannten sich gut. H. war auch Sportdirektor des VfB Süsterfeld, den Göker als Sponsor unterstützte. Göker, H. und das MEG-Vorstandsmitglied Björn K. gehörten zeitweise dem Vorstand des VfB Süsterfeld an. Großes Ziel war, den Verein in den Profifußball zu führen. Zu dieser Zeit zählten auch die Ex-KSV-Hessen-Spieler Julio Cäsar, Andreas Meyer und Daniel Beyer zur ersten Mannschaft des VFB Süsterfeld.

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Doch die MEG-Insolvenz schlug auch auf den VFB Süsterfeld durch. Sponsor Göker zog sich zurück, der Verein war pleite. Auch beruflich hatte Thomas H. offensichtlich Probleme. Er steckte laut Staatsanwaltschaft nach diversen Engagements bei Autofirmen in der Insolvenz. Sein Freund Mehmet Göker half - H. wurde Fuhrparkchef der MEG.

Fotos: Prozess gegen Göker blieb vorerst ohne Urteil

Prozess gegen Göker blieb vorerst ohne Urteil

Da ihm aber wegen seines Insolvenzverfahrens bis zu einer bestimmten Grenze das Gehalt weggepfändet worden wäre, durfte Thomas H. bei der MEG nicht viel verdienen: Göker und H. fanden laut Anklage folgenden Trick: H. war faktisch Fuhrparkleiter, verdiente aber nur 1500 Euro im Monat. Zum offiziellen Fuhrparkleiter für das Finanzamt wurde H. Ehefrau Astrid gemacht. Ihr Gehalt: 6000 Euro.

Laut Staatsanwaltschaft arbeitete Astrid H. auch tatsächlich bei der MEG - nur nicht als Chefin des Fuhrparks. Sie saß zeitweise am Empfang der Firmenzentrale in Waldau.

Fotos: Mehmet E. Göker - einst mal schillernder Unternehmer

Mehmet E. Göker - einst schillernder Unternehmer

Auf diese Weise hätten Mehmet Göker, Thomas und Astrid H. die Gläubiger aus dem Insolvenzverfahren H. betrogen. Ihnen seien so 70 000 Euro entgangen, rechnet die Staatsanwaltschaft vor, die H. eigentlich hätte zahlen müssen.

Einen Prozess-Termin gibt es noch nicht.

Von Frank Thonicke

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