VW-Automatenaffäre: Ermittlungen weitgehend abgeschlossen

Kassel. Die Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Computerbetrugs im Rahmen der sogenannten VW-Automatenaffäre im Kasseler VW-Werk in Baunatal sind von der Staatsanwaltschaft weitgehend abgeschlossen worden.

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Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Hans-Manfred Jung, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, war ursprünglich gegen 150 VW-Mitarbeiter ermittelt worden. Ihnen wurde vorgeworfen, ihren Mitarbeiterausweis an zwei defekten Zigarettenautomaten im VW-Werk unrechtmäßig mit Guthaben aufgeladen zu haben.

Bei geringeren Beträgen seien die Verfahren eingestellt worden, sagt Jung. In einigen Fällen, bei denen es um Summen über 100 Euro ging, sei die Einstellung gegen Zahlung einer Geldbuße erfolgt. Einige Beschuldigte hätten auch einen Strafbefehl bekommen. Beim Strafbefehl gibt es die Möglichkeit, Einspruch dagegen einzulegen. In diesem Fall wäre eine Verhandlung vor dem Amtsgericht erforderlich.

Durch die Automaten-Affäre soll VW ein Schaden von 32 000 Euro entstanden sein. Nach VW-Angaben hatten 239 Mitarbeiter ihre Chipkarten unrechtmäßig aufgeladen. Das Unternehmen hatte im Februar 2010 insgesamt zwölf Mitarbeitern des Kasseler Werks deshalb fristlos gekündigt. Sie sollen sich auf Kosten von VW an den defekten Zigarettenautomaten über Monate bereichert haben. (use)

Rubriklistenbild: © Jochen Herzog

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