Nach fünf Jahren ist Ausbau der Berufsfeuerwehr-Gebäude fertig

Wache der Kasseler Berufsfeuerwehr ist jetzt topmodern

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Jetzt noch besser aufgestellt: Die Feuerwache an der Wolfhager Straße/Ecke Hoffmann-von-Fallersleben-Straße ist innerhalb von fünf Jahren grundlegend saniert und erweitert worden. Das hat 16 Mio. Euro gekostet. Foto: Feuerwehr

Kassel. Es war ein Kraftakt: Nach fünf Jahren Bauzeit und 16 Millionen Euro Ausgaben - deutlich mehr als anfangs vorgesehen - ist die Modernisierung und Erweiterung der Feuerwache an der Wolfhager Straße nun endgültig abgeschlossen.

Am Donnerstag wurde der Gebäudekomplex von der Feuerwehr, Vertretern der Stadt und Gästen mit einer kleinen Feier offiziell eröffnet.

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Dabei ist sie längst in Betrieb: Denn während der Bau- und Sanierungsarbeiten lief der Einsatz- und Rettungsbetrieb weiter. Die Menschen in Kassel haben trotz zahlreicher Brände, Notfälle und Unwetter von dem jahrelangen Umbau nichts mitbekommen: Feuerwehr und Rettungsdienst waren wie gewohnt zur Stelle.

Für die 250 Mitarbeiter der Kasseler Berufsfeuerwehr waren die Bau-Jahre aber mit vielen Einschränkungen verbunden. „Wir freuen uns, dass die Jahre der Provisorien, von Schmutz, Lärm und Enge jetzt vorbei sind“, sagte Andreas Giller, stellvertetender Leiter der Kasseler Feuerwehr. Die Investitionen hätten sich gelohnt: Der teils sanierte, teils neu gebaute Gebäudekomplex entspreche dem heutigen Stand der Technik, sagte Giller. Angesicht der hohen Summe von 16 Mio. Euro betonte er aber: „Es ist ein Zweckbau, der den Erfordernissen unserer Arbeit entspricht, und kein Prunkbau.“

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Den mit rund 9 Mio. Euro größten Batzen der Kosten schultert zum größten Teil die Stadt. 6,7 Mio. Euro stammen noch aus dem Konjunkturpaket, der Landkreis steuerte 250 000 Euro bei, das Land Hessen 40 000. Wie bei vielen Großprojekten wurde es am Ende teurer als geplant: Zum Baustart 2009 war mit Kosten in Höhe von 14 Mio. Euro gerechnet worden. Die zusätzlichen Kosten hingen nach Auskunft der Stadt zum einem mit allgemeinen Baupreissteigerungen zusammen. Zudem waren einige planerische Nachbesserungen nötig, und es gab es Schwierigkeiten bei der Gründung für den Neubau sowie einen höheren Sanierungsaufwand als gedacht bei den 40 Jahre alten Bestandsbauten an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße.

Dafür läuft die Arbeit in grunderneuerten Wache jetzt auch noch reibungsloser. Die Werkstätten und andere Bereich seien den Arbeitsabläufen besser angepasst, unnötig lange Wege sind vorbei. Eine der wichtigsten Verbesserungen sei die Trennung der Bereiche für Feuerwehr und Rettungsdienst, sagt Daniel Kleinschmidt, Bau- und Projektleiter bei der Feuerwehr. Die Feuerwehr rückt zur Fallersleben-Straße aus, die Rettungswagen zur Gießbergstraße. Im dortigen Neubau befindet sich zudem eine neue Desinfektionshalle für die Fahrzeuge.

Neu sind auch eine Atemschutzübungsanlage für Feuerwehrleute aus Stadt und Kreis, eine Wäscherei für die Einsatzkleidung, sowie ein Sport- und Fitnessbereich und moderne Aufenthalts- und Ruheräume für die im 24-Stunden-Dienst tätigen Feuerwehrleute. Ihnen stehen jetzt Einzel- statt Mehrbettzimmer zur Verfügung, wenn zwischen den Einsätzen mal Zeit für ein Schläfchen bleibt. Am 28. September findet ein Tag der offenen Tür in der Feuerwache statt.

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