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Wärme im Wintercafé: Diakonie öffnet Treffpunkt in Zeiten hoher Energiekosten

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Von: Claudia Feser

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Warme Getränke im neuen Wintercafé: Ab Januar gibt es im Stadtteilzentrum Wesertor ein Wintercafé, in dem sich Menschen aufwärmen können, die wegen der hohen Energiepreise zuhause nicht heizen wollen. Im Vordergrund Elitta Fayerovych (links) und Sozialberaterin Desireé Rodriguez Herrera.
Warme Getränke im neuen Wintercafé: Ab Januar gibt es im Stadtteilzentrum Wesertor ein Wintercafé, in dem sich Menschen aufwärmen können, die wegen der hohen Energiepreise zuhause nicht heizen wollen. Im Vordergrund Elitta Fayerovych (links) und Sozialberaterin Desireé Rodriguez Herrera. © Feser, Claudia

Wärme im neuen Wintercafé: Diakonie öffnet Treffpunkt in Zeiten hoher Energiekosten neues Angebot in Kassel.

Kassel – Die Energiekosten steigen, und bei vielen Kasselern bleiben in diesem Winter die Heizungen aus. Oder sie drehen die Thermostate aus Angst vor hohen Stromrechnungen nicht voll auf, sondern ziehen lieber mehrere Kleidungsschichten übereinander an oder frieren. Seit Januar bietet das Diakonische Werk Region Kassel eine Alternative an: Im Wesertor öffnet ein Wintercafé. Dort kann jeder hinkommen, um sich für ein paar Stunden aufzuwärmen.

„Es soll ein Zufluchtsort im Winter sein“, sagt Anna-Mareen Bulk von der Diakonie, die das Wintercafé koordiniert. Eine Mindesttemperatur gebe es im Café nicht: „Es wird so gemütlich sein, dass die Menschen ohne Jacke sitzen können“, sagt Anna-Mareen Bulk. Hauptamtliche und ehrenamtliche Helfer werden werktags das bereits bestehende Café im Stadtteilzentrum betreiben, das ab Januar als Wintercafé umfunktioniert wird.

Es wird montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet haben. Dann werden warme Getränke ausgegeben. Außerdem wird es ein soziales Beratungsangebot geben, beispielsweise zu Energiethemen, Hilfe bei Stromrechnungen und zum richtigen Heizen. Das Angebot ist kostenlos. „Vor allem sollen die Menschen miteinander in Kontakt kommen“, sagt Bulk.

Wintercafés gibt es auch in anderen großen Städten in Deutschland, etwa in Saarbrücken und Bremen. Dort werden die Räume in der Regel nur ein, zwei Mal pro Woche geöffnet. Das Kasseler Wintercafé im Stadtteil Wesertor wird an fünf Tagen in der Woche geöffnet haben, für jeweils sechs Stunden am Tag.

„Es ist kein Café für die Armen“, betont Anna-Mareen Bulk, „sondern es ist für alle offen.“ Jeder sei willkommen und könne sich für ein paar Stunden aufwärmen und Kontakte knüpfen.

Es gibt nur eine Bedingung, und die gilt für alle Besucher: Im Winter-Café herrscht Alkoholverbot. Die neue Einrichtung im Wesertor ist eine Kooperation des Diakonischen Werks Region Kassel, dem Kulturzentrum Schlachthof, der Jugendarbeit der Stadt Kassel und der Neuen Brüderkirche. (Claudia Feser)

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