Sie streben Großzügigkeit an

3000 Buddhisten meditieren an Ostern gemeinsam in Kassel

Kassel. Über die Osterfeiertage treffen sich wieder Buddhisten aus ganz Deutschland in den Kasseler Messehallen.

 „An diesem Wochenende zieht man sich gefühlt 5000 mal die Schuhe aus und an“, sagt Robin Hölter aus Wuppertal. Schuhe sind in der sogenannten Gompa nämlich verboten. Gompa ist tibetisch und bedeutet der Ort, an dem meditiert wird, erklärt Hölter. Die Gompa wurde in den Kasseler Messehallen eingerichtet.

Zum sechsten Mal in Folge organisiert dort der Buddhistische Dachverband Diamantweg über Ostern einen Meditationskurs mit dem Lehrer Lama Ole Nydahl (77). 3000 Menschen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland werden erwartet. Das Gros ist Karfreitag angereist. Der 25-jährige Robin Hölter ist zum vierten Mal dabei. „Das ist hier eine super tolle Gelegenheit, um Freunde zu treffen und etwas von Ole Nydal über den Buddhismus zu lernen.“

Die dritte Grundübung auf dem Weg zur Erleuchtung: Belinda Seefeldt aus Wuppertal bei den sogenannten Mandalagaben. Sie verteilt Reiskörner immer wieder und wieder. Das stellt ein Symbol dafür dar, Reichtum zu verschenken.

Er selbst sei vor zehn Jahren Buddhist geworden, sagt Hölter. Damals sei er auf der Suche nach dem Sinn des Lebens gewesen. „Der Buddhismus ist die einzige Religion, die mir sagt, dass ich selbst für mein Leben verantwortlich bin“, sagt der 25-Jährige. „Was Du rausgibst, kommt auch wieder zurück.“ Natürlich habe ein Buddhist auch gute und schlechte Tage. Er habe aber die Erfahrung gemacht, dass andere Menschen viel netter zu einem sind, wenn man sie ebenfalls gut behandelt.

Die Buddhisten, die sich in Kassel treffen, um gemeinsam zu meditieren, stehen alle „mitten im Leben“, wie es Simone Evers, Sprecherin der Veranstaltung, ausdrückt. Alle haben ihren Alltag mit Arbeit, Familie und Kindern. „Hier laufen keine Menschen mit geschorenen Köpfen und Robe rum“, sagt Evers. „Wir tanzen auch nicht ums Feuer“, fügt Hölter hinzu.

Sie helfen bei der Organisation: Simone Evers und Robin Hölter.

Den Anhängern des Buddhismus’ gehe es um die Entwicklung des Geistes. Sie streben Großzügigkeit und Klarheit an. Und viele nutzen das Wochenende, um es gemeinsam mit Freunden und der Familie zu verbringen. Da viele Buddhisten christlich geprägt sind, werden sie auch für ihre Kinder am Sonntag Ostereier auf dem Bugagelände verstecken.

Eine Tageskarte für die Messehallen kostet 48 Euro (Vorträge und Essen inklusive). Der Kurs dauert bis Montag, 2. April. 

Infos: deutschlandkurs.diamantweg.de

Buddhisten meditieren in den Messehallen

Buddhisten meditieren in den Messehallen
 © Schachtschneider
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