Ende 2016 wird alles fertig sein

35-Millionen-Bau: Bildungszentrum in Waldau ist voll im Zeitplan

Ab dem Jahr 2016 werden hier fleißige Handwerker ausgebildet: Der Neubau des Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer in Kassel-Waldau soll pünktlich fertig werden. Foto: Schachtschneider

Kassel. Es ist eine der größten und kompliziertesten Baustellen der Stadt: Das Berufsbildungszentrum (BZ) Kassel in Waldau, das seit dem Spätsommer 2013 komplett saniert um- und neu gebaut wird.

Wenn Ende 2016 alle Arbeiten abgeschlossen und die zentrale Bildungsstätte des nord- und osthessischen Handwerks eingerichtet ist, sind 35,5 Millionen Euro in das mit Abstand ehrgeizigste Projekt der Handwerkskammer Kassel (HWK) geflossen.

90 Prozent der Kosten für das in zwei Bauabschnitte aufteilte Riesenprojekt tragen EU, Bund und Land, so dass die Kammer selbst rund 3,5 Mio. Euro in die Hand nehmen muss. „Wir liegen im Zeitplan und Kostenrahmen“, erklärte HWK-Hauptgeschäftsführer Eberhard Bierschenk auf HNA-Anfrage. Das liege auch an der guten Zusammenarbeit zwischen Projektsteuerung, Architekten und Planungsbüros.

Die umfangreichen Baumaßnahmen erfordern Handwerkern, Lehrgangsteilnehmer und Lehrer viel Geduld und Improviationstalent ab. Denn die Arbeiten erfolgen in vollem Betrieb. Lärm, Schmutz und Baustellenverkehr erschweren das Lernen, und die angespante Parkplatzsituation rund um BZ raubt den Betroffefen t mitunter viel Zeit und Nerven.

Weit fortgeschritten sind Neu- und Umbauten entlang der B83, die so genannte Westspange. Die Arbeiten an der neuen Nordspange laufen seit dem Sommer. Die Sanierung der Gebäude auf Ost- und Südseite beginnen im kommenden Jahr. Etwa die Hälfte des Auftragsvolumens entfällt auf heimische Betriebe.

Marode Bausubstanz

Grund für die Investition waren die zum Teil marode Bausubstanz und die dringend notwendige energetische Sanierung zur Senkung der Energiekosten, der wachsende Raumbedarf sowie die gestiegenen Anforderungen an eine moderne Bildungsstätte, die nach Fertigstellung, da sind sich die Verantwortlichen sicher, auch bundesweit ihresgleichen suchen wird. So soll der Campus-artiger, aufwändig begrünte Innenhof zu einem Ort der Kommunikation werden.

„Eine moderne Bildungseinrichtung, wie wir sie jetzt schaffen, ist angesichts der demografischen Entwicklung wichtiger denn je“, sagte Kammerpräsident Heinrich Gringel im Frühjahr im Gespräch mit der HNA. Gute Aus- und Weiterbildungstätten schafften für junge Mneschen zusätzliche Anreize, ins Handwerk zu gehen. Gringel: „Wir wollen das bestmögliche für Mitarbeiter und Betriebe.“

Von José Pinto

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