Herbstausstellung

BHs in Hülle und (für) Fülle

Er bietet 114 BH-Größen an: Markus Braun hat einen Direktvertrieb für Unterwäsche.

Kassel.  Jede Frau soll den richtigen BH finden. Aussteller Markus Braun bietet deshalb bei der Herbstausstellung 114 verschiedene Größen für Büstenhalter an.

Es gibt große, kleine, runde, spitze, birnen- und apfelförmige, asymmetrische oder glockenförmige. Welche Form auch immer: Brüste faszinieren, regen die Fantasie an und sorgen mitunter für grinsende Gesichter. Manchmal reichen aber auch schon BHs, die an einer Stange hängen, aus, um der Aufmerksamkeit des männlichen Geschlechts gewiss zu sein. So geschehen am Mittwoch in der Halle 4 der Kasseler Messehallen bei einem Fototermin.

Markus Braun aus Homberg/Efze ist BH-Profi und Geschäftsführer des MBR-Direktvertriebs. Bei ihm kann man Büstenhalter in bis zu 114 verschiedenen Größen bestellen. „In einem gut sortierten Wäschegeschäft bekommen Sie nur 25 Größen“, sagt Braun.

Als der Verkaufstrainer aus dem Schwalm-Eder-Kreis, der früher für den Technikhersteller Panasonic und das Staubsaugerunternehmen Dyson gearbeitet hat, im Jahr 2013 im Internet las, dass viele Frauen darunter leiden, dass sie keinen passenden BH finden, kam ihm eine Geschäftsidee. Jede Kundin soll individuell vermessen werden, um den richtigen BH zu bekommen. Während es in Geschäften in der Regel Körbchengrößen von A bis E gibt, bietet Braun die Wäschestücke bis Körbchengröße M an.

„80 Prozent der Brust sollten über das Unterbrustband gehalten werden, nur 20 Prozent über den Träger“, sagt der Geschäftsführer. In der Realität sei das aber oft anders. Die Folge: Viele Frauen hätten aufgrund des falschen BHs Haltungsschäden und Verspannungen.

So ging es früher auch Brauns Mitarbeiterin Kathleen Haas. Bevor sie sich ihre Brüste professionell hat ausmessen lassen, trug sie 90c. Jetzt 80f. „Dabei habe ich nicht abgenommen.“ Die größere Körbchengröße wirke sich eben auf den Umfang aus. Wenn Haas und ihr Chef über die verschiedenen Kombinationen reden, hört sich das stark nach Mathematik an.

Apropos Zahlen: Der günstigste BH kostet 34,95 Euro, der teuerste (mit Spitze und so weiter) 80 Euro. Braun lässt die Wäsche in einer Firma in China produzieren. „Da sitzt das Know-how.“

Haustermine

Die Resonanz auf der Herbstausstellung sei sehr gut, sagt der Geschäftsführer. Er habe schon um die 30 Termine gemacht, bei denen die Brüste der Kundinnen von einer geschulten Kraft gemessen werden. Auf der Messe wird nämlich nicht gemessen.

Braun arbeitet bundesweit mit 165 Vertriebspartnerinnen zusammen, die zu den Frauen nach Hause kommen, um den passenden BH für sie zu finden. Diese Hausbesuche mit Maßnehmen sind kostenlos.

Der Unternehmer will aber nicht nur dafür sorgen, dass sich Frauen in ihrer Wäsche wohler fühlen. Er bietet Unterhosen für Kinder an, die drei Größen mitwachsen und auch bei Aktivität ihren Sitz am richtigen Platz behalten.

Zudem hat er Shorts für Männer, die gern ihr Hemd in den Schlüpfer stecken. Damit die Hemden nicht immer rausrutschen und ungewollt Haut freilegen, sind die Shorts hinten höher als vorne geschnitten. Wenn es hilft.

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