Demnächst wird weiter nach Blindgängern gefahndet

Bombensuche auf Grundstück in Waldau: Mast muss weg

Fuldabrück/Kassel. Nach dem Fund der amerikanischen Fliegerbombe auf dem Baugrundstück direkt an der Autobahn 7 in Kassel-Waldau geht es nun weiter mit der Suche nach weiteren Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg.

Vorher müsse allerdings ein Hochspannungsmast, der auf der Fläche steht, entfernt werden, sagt Dietmar Ehrlich, Geschäftsführer der Firma Recondis, auf HNA-Nachfrage. Wann der Strommast abgebaut wird, stehe noch nicht fest.

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„99 Prozent der Fläche sind schon abgesucht.“ Ehrlichs Firma wurde vom Grundstückseigentümer eingesetzt, um den Boden mit Messgeräten nach Blindgängern abzusuchen. Der Kampfmittelräumdienst beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt übermittelte der Firma dann den sogenannten Kampfmittelstatus des Gebietes. Dem Land liegen Luftbild-Informationen der Alliierten vor, wo im Zweiten Weltkrieg Bomben abgeworfen wurden. Bei der Auswertung dieser Luftbilder achtet der Kampfmittelräumdienst auf Merkmale wie Krater, die auf Abwürfe von Bomben hinweisen. Jedem Verdacht müsse nachgegangen werden, so Gerhard Gossens vom Kampfmittelräumdienst des RP, der am Mittwoch den Einsatz leitete.

Als die beauftragte Suchfirma den Bombenfund machte, meldete sie ihn an das RP. Gemeinsam mit der Firma Tauber aus Weiterstadt, die ebenfalls für das Land Hessen eingesetzt wird, ging es im nächsten Schritt darum, die Bombe zu entschärfen. Bei der Entschärfung selbst behielten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes die Oberhand, für den Abtransport der Fliegerbombe war wiederum die Firma Tauber zuständig. Diese übernimmt auch Demontage und Entsorgung.

Fotos: Weltkriegsbombe in Waldau gefunden

Weltkriegsbombe in Waldau gefunden

Das Regierungspräsidium Darmstadt empfiehlt bei allen Erd- und Bauarbeiten eine vorherige Luftbildauswertung. Im Raum Kassel, so Gossens, gehe man davon aus, dass bis zu 30 Prozent der Bomben nicht explodiert sind.

Von Anna Lischper

Rubriklistenbild: © Lischper

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