Wasserproben ergaben keine Beanstandungen

Buga hat Badequalität - Dafür Probleme mit Gänsekot am Strand

Wasser hui, Strand pfui: Während die Wasserqualität der Buga den Vorgaben entspricht, sind die Strände derzeit an einigen Stellen mit Gänsekot übersät. Unser Bild zeigt eine Nilgans mit ihrem Nachwuchs in der Buga. Im Hintergrund ein Haubentaucher. Fotos: Malmus

Kassel. Noch spielt das Wetter nicht mit, aber die Wasserqualität steht einem Bad in der Buga nicht im Wege. Damit wird die Badesaison offiziell eröffnet.

Wie eine Wasseruntersuchung des Freizeitsees durch das Kasseler Gesundheitsamt ergab, werden die Grenzwerte eingehalten.

Die Buga wird regelmäßig mikrobiologisch überwacht. Auch das Auftreten von giftigen Blaualgen werde dabei überprüft, sagt Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes. Blaualgen können etwa Haut- und Schleimhäute reizen, zu Fieber, Atemwegserkrankungen und allergischen Reaktionen führen.

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Bis zum Jahr 2009 musste der See immer mal wieder gesperrt werden, weil sich die Algen ausgebreitet hatten. In den vergangenen Jahren gab es keine Probleme mehr mit der Blaualge. Dies lag auch daran, dass sich andere Unterwasserpflanzen ausgebreitet hatten, die in Nahrungskonkurrenz zu Blaualgen stehen.

Dies wiederum führte aber zu neuen Problemen: Die Unterwasserpflanzen reichten in warmen Sommern zum Teil bis kurz unter die Wasseroberfläche, wodurch Schwimmer behindert wurden, weil sie sich darin verfangen hatten.

Um diese Gefahr abzuwenden, musste der 1981 angelegte See im Jahr 2013 gesperrt werden. Nachdem der DLRG interveniert hatte, entschloss sich die Stadt dazu, die Unterwasserpflanzen an den Strandbereichen wieder mähen zu lassen. Eine flächendeckende Mahd werde es aber nicht geben, weil die Pflanzen die Wasserqualität positiv beeinflussten, so ein Stadtsprecher.

Gänsekot am Strand

Badewetter lässt auf sich warten: Wer derzeit an die Buga kommt, wirft allerhöchstens Steine ins Wasser.

Weniger einladend für Badende sind auch die Hinterlassenschaften Hunderter Graugänse und vereinzelter Nilgänse, die den Buga-See zu ihrem Domizil erkoren haben. Einige Strandabschnitte sind mit Gänsekot übersät. Auf HNA-Anfrage teilt die Stadt mit, dass die Population der Gänse und Schwäne auf dem Gelände durch die zuständigen Ämter überwacht werde. Aktuell gebe es keine Auffälligkeiten und Beschwerden von Besuchern.

Neben der Buga überwacht die Gesundheitsbehörde auch die Frei- und Hallenbäder sowie den Schwimmteich Niestetal. Aus den dortigen Proben ergaben sich ebenfalls keine Beanstandungen.

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