Albrecht Schäfer ist Küchenmeister aus Kassel

Einwecken auf moderne Art: Bei ihm kommt nur Gesundes ins Glas

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Braten, Marmelade, Gulasch und mehr: Küchenmeister Albrecht Schäfer stellt bei der Herbstausstellung in Halle 5 seine Aromaküche im Glas vor. Seit Juni nutzt er die ehemalige Fleischerei Schieferstein an der Holländischen Straße als Produktionsstätte. Fotos: Malmus

Kassel. Küchenmeister Albrecht Schäfer lässt Omas Einweck-Tradition wieder aufleben. Er nennt das "klassische Küche mit modernen und kreativen Elementen."

Seine „Aromaküche im Glas“ präsentiert Schäfer derzeit in Halle 5 bei der Herbstausstellung in den Messehallen.

Bei Albrecht Schäfer kommen nicht nur Marmeladen ins Weckglas, sondern nahezu komplette Mahlzeiten – etwa Grünkohl mit Kassler, Schweinebraten mit Wurzelgemüse oder Putencurry mit Früchten. Geboren im Waldeckischen, ist der Koch nach Jahren in internationalen und renommierten Küchen im Juni nach Kassel gezogen. Hier setzt er die in Hamburg begonnene Selbstständigkeit mit der Aromaküche fort. Als Produktionsstätte dient ihm die ehemalige Fleischerei Schieferstein in der Nordstadt. Von dort aus beliefert er Kunden zweimal im Monat. Geordert werden können die Produkte auch online.

Schäfer tischt nach eigenen Angaben durchweg Gesundes und Handgemachtes auf. In Hamburg habe er rund 1000 Gläser im Monat produziert. „In Kassel fange ich bei Null an“, sagt er. 2000 Gläser im Monat sind sein Ziel. Zudem bietet er Kochkurse, Catering und Küchencoaching an.

Gläser gibt’s zu Preisen zwischen 3,95 Euro (Konfitüre) und 12,95 Euro (Wildragout mit Pfifferlingen). Alle Gerichte seien laktosefrei, etwa 80 Prozent glutenfrei. Schäfer: „Wir verwenden frische hochwertige Zutaten und verzichten auf Zusatzstoffe wie künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und Farbstoffe.“

In der Regel für zwei Personen: ein Einweckglas-Portion, hier gefüllt mit Grünkohl, Wurst und Kassler für 10,95 Euro.

Vor allem zwei Dinge hätten ihn bewogen, die Einkoch-Tradition wieder aufzunehmen und zu verfeinern. Nach Jahren in Hotels und Restaurants habe er mit der konventionellen beziehungsweise industriellen Küche Schluss machen wollen. Zudem habe er für seine pflegebedürftige Mutter eingekocht, weil ihr das „Essen-auf-Rädern“ nicht geschmeckt habe. „Ich musste milder würzen und den kräftigem Geschmack der Lebensmittel herausarbeiten.“

Wer sich davon überzeugen will, ob dies dem Küchenmeister gelungen ist, kann Schäfers Aromaküche bis Sonntag bei der Herbstmesse kosten.
Kontakt: Albrecht Schäfer, Mail: a.schaefer@aromakueche-im-glas.de, www.aromakueche-im-glas.de

Zur Person

Albrecht Schäfer wurde am 8. Mai 1958 im Waldecker Stadtteil Höringhausen geboren. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Koch in einer gutbürgerlichen Gaststätte in Willingen. Im Anschluss war er 16 Jahre für die Hotelgruppe Intercontinental „rund um die Welt“ tätig, wie er sagt. Stationen waren zum Beispiel London, Paris, Cannes, St. Petersburg sowie die Elfenbeinküste und Brasilien. Der Küchenmeister arbeitete dabei für so renommierte Häuser wie das Steigenberger Hotel in Berlin und das East Hotel in Hamburg. Nach einem Sabbatjahr 2011/2012 begann er in Hamburg mit seiner Aromaküche im Glas. Aus privaten Gründen ist Albrecht Schäfer mit seiner Frau Ranheid Hildebrand im Mai/Juni nach Kassel gezogen. Die ehemalige Fleischerei Schieferstein an der Holländischen Straße nutzt er als Produktionsstätte für seine Aromaküche.

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