Nach Badeunfall in Waldau

Andreas Engelmann rettete mit anderen Ersthelfern Jugendlichem das Leben

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War mit seiner Familie am Bugasee: Andreas Engelmann hat am Sonntag Erste Hilfe geleistet und einem Jugendlichen das Leben gerettet.

Andreas Engelmann rettete mit anderen Badegästen am Sonntag einem 16-Jährigen am Bugasee das Leben. Sein Handeln als Ersthelfer sei für ihn selbstverständlich gewesen, sagt Engelmann.

„Für mich war es keine Frage“, sagt Andreas Engelmann. Er habe keine Minute überlegt. Der 46-jährige Vater von vier Kindern, der im Stadtteil Waldau lebt, war am Sonntagnachmittag mit seiner Familie am Bugasee. Eigentlich wollten die Engelmanns ins Freibad, aber da sei es zu voll gewesen, erzählt er. Deshalb seien sie zum Bugasee gefahren. Und dann geschah es.

Vom Ufer aus beobachtet er, wie zwei Jugendliche, ein Zwölf- und ein Sechzehnjähriger aus Espenau, im Wasser spielen. Der Ältere trägt den Jüngeren zeitweise auf den Schultern. Zwischenzeitlich ist Engelmann mit seinem Sohn ebenfalls eine Runde schwimmen. Als er wieder am Ufer ist, so erzählt er, sieht er, wie der Jüngere immer wieder untertaucht. Schnell merkt er, dass da etwas nicht stimmt. 

Engelmann geht erneut ins Wasser und schwimmt zu dem Jungen. Er zieht ihn ans Ufer, da spuckt der Jugendliche dann Wasser und will etwas sagen. Da denkt Andreas Engelmann: „Irgendwo muss der andere Junge ja auch noch sein.“ Der Familienvater schwimmt erneut raus – und das, obwohl er selbst, wie er sagt, auch kein ausdauernder Schwimmer ist. 

Er taucht mehrfach unter und bekommt schließlich den Jugendlichen zu fassen, bringt ihn ans Ufer. Dort kommen ihm dann direkt weitere Badegäste, die ihm helfen. Ein 41-Jähriger aus Espenau beginnt sofort mit der Mund-zur-Mundbeatmung. Wenig später trifft der Rettungsdienst ein und kümmert sich um die beiden Jugendlichen. 

Später spricht Andreas Engelmann noch mit dem Zwölfjährigen. Er sagt ihm, dass es ihm soweit gut gehe und er sich bedankt, erzählt Engelmann. Auch eine Frau sagt ihm noch Danke. Er vermutet, dass es die Mutter der Kinder oder eine Verwandte war. In der Hektik ist das aber alles nicht mehr nachvollziehbar. Engelmanns Vermutung ist, dass die beiden Kinder beim Spielen im Bugasee möglicherweise die Kraft verlassen hat. Das sollte man beim Baden in solchen Gewässern niemals unterschätzen, warnt er.

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