Auch Behälter für Kottüten änderte nichts

Hundekot vor Waldauer Kindergarten: Mütter setzen ein Zeichen

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„Das ist doch Scheiße!“, so protestieren die Mütter Karen Schulz und Radmila Kelm vom Elternbeirat des katholischen Kindergartens St. Andreas an der Ochshäuser Straße in Waldau. Sie hoffen, dass die Hundebesitzer aufmerksamer werden.

Kassel. „Das ist doch scheiße“: Mit diesem Spruch setzt der Elternbeirat des katholische Kindergartens St. Andreas aus Waldau ein Zeichen gegen den Hundekot vor dem Kindergarten an der Ochshäuser Straße 40 in Waldau.

Auf dem Bürgersteig und am angrenzenden Zaun zum Garten des Kindergartens liegen regelmäßig Hundekots. Auch ein Sac-O-Mat (Behälter für die Kottüten) hat die Hundebesitzer nicht daran gehindert, den Kot liegen zu lassen. Das Problem habe sich erst nach dem Bau des Gehweges auf der Seite des Kindergartens entwickelt, doch sei in den letzten Monaten extrem geworden, so die Mütter. „Die haben teilweise die Säcke auf die Wiese über den Zaun geworfen, obwohl in der Nähe ein Mülleimer war“, sagt Pfarrer Piotr Polkowski von der katholischen Kirche St.Andreas. Diese habe er dann entsorgt.

Doch seit knapp vier Monaten wurde der Sac-O-Mat von den Stadtreinigern entfernt. Für die Mutter aus dem Elternbeirat Karen Schulz sei das unverständlich. Die Patenschaft wurde nicht mehr wahrgenommen, so Pressesprecherin der Stadtreiniger Birgit Knebel. Ein Pate müsse sich darum kümmern die Behälter regelmäßig zu befüllen. Die Säcke würden von den Stadtreinigern an die Paten geschickt. Pfarrer Polkowski sagt, er habe sich regelmäßig um die Befüllung gekümmert, doch die Stadtreiniger hätten aufgehört ihm die Säcke zu schicken.

Nicht zu übersehen: Die Protestschilder der Kindergartenmütter.

Karen Schulz und knapp 20 weitere Mütter sind empört. „Es ist jedes mal anstrengend darauf zu achten, wo die Kinder hintreten“, so Schulz. Deshalb hat sie kleine Schilder mit der Aufschrift „Das ist doch scheiße“ gebastelt, um die Hundebesitzer direkt aufmerksam zu machen. Am vergangenen Freitag hat sie die Aktion mit Radmila Kelm als Projekt des Elternbeirats gestartet. Die Reaktionen der Eltern waren bisher durchweg positiv und waren von dem Engagement begeistert.

„Der Ekel hat uns gepackt. Das ist ein echter Hindernislauf mit den Kindern. Ich finde das sehr rücksichtslos“, so Mutter Julia Tampubolon-Delage. Der Elternbeirat beobachtet das Problem weiter und hofft auf Einsicht und Verständnis der Hundebesitzer.

Die Stadtreiniger würden wieder einen Sac-O-Maten aufstellen, wenn sich jemand dazu bereit erklärt die Patenschaft an diesem oder einen anderen Standort zu übernehmen.

Von Jana Wehmann

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