Neubau auf ehemaligem Gelände von Preis Rebell

Amazon kommt nach Kassel: Pläne werden konkret - Neues Verteilzentrum soll 2022 eröffnen

Im Industriepark Kasel-Waldau entsteht ein neues Verteilzentrum von Amazon: Über 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.
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Im Industriepark Kasel-Waldau entsteht ein neues Verteilzentrum von Amazon: Über 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Der Online-Versandhändler Amazon wird ein neues Verteilzentrum in Kassel errichten. 125 neue Arbeitsplätze sollen dann entstehen. 

Kassel - Mit dem Bau des neuen Gebäudes auf der Brachfläche des ehemaligen Möbelhauses Preis Rebell an der Falderbaumstraße soll im Herbst 2021 begonnen werden, konkretisierte Amazon jetzt die Pläne. Verteilzentren dienen laut Amazon dazu, die Lieferungen der Kunden in der Region zu beschleunigen. Am neuen Amazon-Verteilzentrum in Kassel, das 2022 fertiggestellt werden soll, entstehen 125 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze. Hinzu kommen mehrere 100 Stellen als Fahrer für Lieferservicepartner und Flex-Partner. Flex-Partner sind Privatpersonen, die eine geringe Menge der Paketauslieferungen übernehmen.

Besonderheit des neuen Gebäudes, das vom Investor Goodman Germany entwickelt und an Amazon vermietet wird, ist ein 11.300 Quadratmeter großes begrüntes Dach mit einer Fotovoltaik-Vorrichtung. Wie hoch die Investitionen in den Neubau im Kasseler Industriepark sind, dazu wollte sich Amazon nicht äußern.

Auf dem Gelände des ehemaligen Preis Rebell in Kassel: Hier entsteht ein neues Verteilzentrum von Amazon.

Der Möbelmarkt Preis Rebell gehörte zu Möbel Finke und war ebenfalls an die Krieger-Gruppe verkauft worden. Die frühere Finke-Immobilie in Fuldabrück war umfassend saniert und als Möbel Höffner 2019 wieder eröffnet worden sein. Das Preis-Rebell-Gebäude hingegen war nach HNA-Informationen bereits in die Jahre gekommen und marode. Der Markt war im Frühjahr 2020 endgültig geschlossen worden, nachdem er bereits zu Beginn der Coronapandemie längere Zeit nicht öffnen konnte.

Amazon zum Standort Kassel: Standort bietet gute Infrastruktur

Auf die Frage, warum man sich für Kassel entschieden habe, heißt es von Amazon. Kassel sei eine von mehreren Kernregionen in Deutschland, in denen die Kapazität bisher nicht ausreiche. So könnten Zeit und die Entfernung reduziert werden. Der Standort biete zudem eine gute Infrastruktur.

Das bestätigt auch Kai Lorenz Wittrock, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Region Kassel: Der Standort biete durch seine Autobahnnähe ideale Voraussetzungen für eine Verbindung mit der sogenannten letzten Meile in der Stadt. Mit dem neben Breuna zweiten Amazon-Betriebsstandort in Stadt und Kreis profitiere man von dem Wachstumstrend im digitalisierten Handel. (Kathrin Meyer)

Logistikzentrum, Sortierzentrum, Verteilzentrum

Amazon hat in Deutschland 15 Logistikzentren. Dazu 7 Sortierzentren und über 30 Verteilzentren. Logistikzentren wie in Bad Hersfeld sind die größten Gebäude von Amazon. Dort wird Ware angenommen, eingelagert, kommissioniert, verpackt und von den Lieferpartnern abgeholt. Dabei geht es sowohl um Ware, die Kunden von Amazon erwerben, als auch um Ware von Händlern, die den Service von Amazon nutzen. In einem Sortierzentrum wie in Knüllwald-Remsfeld werden die Pakete für den weiteren Versand nach Postleitzahlen sortiert und in die Verteilzentren gebracht, von dort werden sie an den Kunden ausgeliefert. Die Anlieferung der Pakete aus den Logistikzentren erfolgt vor allem nachts. Mit der Sortierung werden die Routen für die Auslieferung berechnet. Die Pakete und die Routenplanung übergibt Amazon an die lokalen Lieferpartner, die sie an Kunden ausliefern.

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