Antrag der Rathausfraktion im Ausschuss für Umwelt und Energie

CDU blitzt ab: Kein Mittel gegen Blaualgen im Bugasee

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Manche stören sich nicht am Badeverbot: Im August dieses Jahres war der Bugasse in der Fuldaaue wegen des rasanten Wachstums gefährlicher Blaualgen von der Stadt für zwölf Tage gesperrt worden. 

Waldau. Das zwölftägige Badeverbot im Bugasee in diesem Sommer lässt die CDU-Rathausfraktion nicht ruhen.

Es müsse doch möglich sein, das Wachstum der gefährlichen Blaualgen in dem beliebten Badesee in den Griff zu kriegen, sagte CDU-Stadtverordneter Stefan Kortmann im jüngsten Ausschuss für Umwelt und Energie. Doch SPD und Grüne stimmten gegen den CDU-Antrag, der damit auch im Stadtparlament scheitern dürfte.

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Die CDU wollte den Magistrat auffordern, künftig sicherzustellen, dass der Bugasee in der Fuldaaue gerade in der Hochsommerzeit auch zum Baden genutzt werden kann. „Es muss eine Lösung her“, sagte Kortmann. Das erneute Badeverbot beweise, dass die bisherigen Aktivitäten nicht funktioniert hätten. Es könne nicht sein, dass die Stadt jährlich viel Geld in das Freizeitgelände in Waldau investiere, dann aber im Sommer dort nicht gebadet werden könne.

Weil die Blaualgen nicht nur für eine grünliche Trübung des Wassers und einen fauligen Gestank sorgen, sondern auch Giftstoffe bilden, die zu Hautreizungen und beim Schlucken des Wassers schlimmstenfalls zu Vergiftungserscheinungen führen können, hatte die Stadt den See Anfang August gesperrt. Das rasante Blaualgenwachstum führen Fachleute auf das Mähen der anderen Unterwasserpflanzen zurück, die in Nahrungskonkurrenz zu den Blaualgen stehen. Die Wasserpflanzen werden regelmäßig gemäht, weil sich Schwimmer von ihnen in Gefahr gebracht sehen.

Die Stadt nutze bereits alle Möglichkeiten, das Baden im See zu sichern, könne aber Blaualgen nicht verhindern, sagte SPD-Stadtverordneter Harry Völler. Das Baden dauerhaft zu sichern, sei eine Erwartungshaltung, die von der Stadt nicht erfüllt werden könne. Es mache auch keinen Sinn, einen Antrag zu stellen, dass regelmäßig die Sonne scheinen soll.

Stadtverordnete Helga Weber (Grüne) erklärte, das Blaualgenwachstum sei in diesem außergewöhnlich heißen Sommer nicht zu verhindern gewesen. Nur mit enormen Kosten in Millionenhöhe zum Beispiel für das Filtern des Wassers wäre etwas auszurichten, dafür habe die Stadt aber kein Geld: „Wir werden mit dieser Situation leben müssen.“

Umweltdezernent Christof Nolda (Grüne) berichtete, der Bugasee werde ständig beobachtet. Das Ziel sei die Verbesserung der Wasserqualität. Seit dem letzten Badeverbot im Jahr 2008 habe der See sechs Jahre lang bis zu diesem Sommer nicht mehr gesperrt werden müssen.

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