Fünf Tonnen schwerer Tankwagen hängt von der Decke

Was hängt denn da? In den Messehallen gibt es einen besonderen Hingucker

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Hängt an der Decke: Ein Tanklastzug der Firma Kurt Willig. Unser Foto zeigt Andreas Gillner (links) vom Hersteller und Bastian Hofmann vom Veranstaltungsdienstleister Real Audio in Immenhausen.

Kassel. In der Kasseler Messe hängt ein Tankwagen unter der Decke. Wie kam der dahin? Was war da los?

Stolze fünf Tonnen wiegt der Tankwagen, der in Halle 5 der Messe hängt. Weitere fünf Tonnen wiegt die Traversenkonstruktion, die das Fahrzeug der Straubinger Firma Kurt Willig hält.

Der Aufbau ist eine der Attraktionen der Fachmesse Petrotrans. Sie findet zum 6. Mal in Kassel statt und ist mittlerweile Europas größte Fachmesse für Mineralöl-Logistik. 100 Aussteller aus dem In- und Ausland zeigen Fahrzeuge, Pumptechnik, Schläuche, EDV-Produkte, Zubehör, Arbeitskleidung und vieles mehr. Rund 3500 Besucher aus fast 40 Ländern werden bis heute erwartet. Veranstalter ist die AVR Messe GmbH aus München.

Wie also kommt der schwere Tanklastzug unter die Decke? „Mit Motorkettenzügen“, berichtet Bastian Hofmann. Er kommt vom Veranstaltungsdienstleister Real Audio GmbH aus Immenhausen, dem jahrelangen Partner der Messegesellschaft in Sachen Technik.

16 Haltepunkte 

Was so einfach klingt, bedarf großer Erfahrung, Präzision und statischer Kenntnisse. Die Last muss so verteilt werden, dass die Balkenkonstruktion des Hallendachs und das Fahrzeug selbst keinen Schaden nehmen. Die Konstruktion hängt an 16 Haltepunkten. Das heißt: Jeder Punkt muss „nur“ 625 Kilo tragen.

Lkw mit Haifischhaut 

Das Fahrzeug ist eine Neuheit. Es hat eine „Haifischhaut“ - eine spezielle Gummibeschichtung, wie sie in der Luft- und Raumfahrt sowie im Rennsport verwendet wird. Der Anbieter verspricht sich einen geringeren Luftwiderstand und somit eine Spritersparnis. Ob sich die Hoffnung einlöst, wird ein Test zeigen.

Einer der größten Aussteller der Petrotrans ist der Tankwagenbauer Esterer aus Helsa. Dessen Seniorchef Harold Esterer ist voll des Lobes für die Fachmesse. „Die hat sich wirklich toll entwickelt“, sagt er.

Von Hannover nach Kassel 

Er ist sozusagen der Vater der Ausstellung, die früher Teil der großen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover war. Es sei richtig gewesen, die Mineralöl-Logistik auszulagern und ins zentrale Kassel zu holen. Erst hier habe sich die Messe richtig entwickeln können: „Sie ist sehr kompakt und das Publikum sehr kompetent“, sagt Esterer.

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