Tierschutzorganisation fordert Hundeführerschein

Nach Angriff am Ostersonntag in Kassel: Noch keine Spur vom bissigen Hund

Kassel. Nachdem ein Hund eine 22-Jährige am Ostersonntag in Kassel-Waldau angegriffen hatte, sucht die Polizei immer noch nach dem Tier und dessen Halter. Die Frau ist weiterhin im Krankenhaus.

Die 22-jährige Frau, die am Ostersonntag zwischen 20 und 20.30 Uhr auf der Kasseler Straße in Waldau von einem freilaufenden Hund, vermutlich einem American Staffordshire Terrier, angegriffen wurde, liegt nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz immer noch im Krankenhaus. Die Frau war von dem Hund in Arme und Beine gebissen worden.

„Wir ermitteln wegen einer Straftat und sind weiterhin auf der Suche nach dem Hund und seinem Halter“, so der Polizeisprecher. Der Hund soll etwa kniehoch gewesen sein und einen weißen Kopf und schwarzen Körper gehabt haben. American Staffordshire Terrier werden in Hessen als Listenhunde und somit als gefährlich eingestuft.

Die Polizei suche nach Zeugen, die die Attacke des Hundes am Sonntagabend in Nähe des Penny-Markts beobachtet haben, so Mänz. Zudem habe man das Ordnungsamt der Stadt Kassel um Amtshilfe gebeten. Über die Behörde wolle man herauszufinden, wo solche Hunde in der Stadt angemeldet seien. Laut Polizei sind in jüngster Zeit keine weiteren Menschen in Kassel von freilaufenden Hunden angegriffen worden. Auch Hundebisse von angeleinten Tieren passierten sehr selten.

Angesichts des Vorfalls in Waldau hat die Tierrechtsorganisation Peta am Dienstag die Einführung eines sogenannten Hundeführerscheins in Hessen gefordert. „Viele Halter können ihre Hunde nicht richtig einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier. Den Hund unbeaufsichtigt herumlaufen zu lassen, war verantwortungslos und sehr gefährlich“, so Jana Hoger, Fachreferentin bei Peta. „Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für Mensch und Tier werden – unabhängig davon, ob er einer Rasse angehöre oder ein Mischling ist.“

Ein Hundeführerschein habe einen weiteren Vorteil: Er könne Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von einem eventuellen Impulskauf abhalten.

Suche nach Dackelbesitzer

Die Polizei sucht weiterhin auch noch nach einem etwa 70 Jahre alten Mann mit Dackel, der am Dienstagnachmittag, 20. März, auf dem Gladiolenweg in Harleshausen einen Belgischen Schäferhund mit einem Klappmesser in den Hals gestochen haben soll. Nach der Veröffentlichung des Falls in der HNA habe es zwar einige Hinweise gegeben, aber keine konkreten.

Rubriklistenbild: © Archivfoto:  dpa

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